Verbraucherschutz

Brandenburg: Gaspreis-Sammelklagen von 300 Kunden

Bei der Verbraucherzentrale Brandenburg sind etwa 300 Bereitschaftserklärungen von Gaskunden zur Beteiligung an Sammelklagen gegen Preiserhöhungen der Gaskonzerne eingegangen. Voraussichtlich im Oktober könnten die ersten Klagen eingereicht werden, teilte eine Sprecherin am Mittwoch in Potsdam mit.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Potsdam (ddp-lbg/sm) - Die Brandenburger Verbraucherschützer hatten die Bürger zu den Sammelklagen aufgerufen, nachdem weder Widersprüche Betroffener noch Bemühungen der Landeskartellbehörde zu einem Verzicht der Versorger auf Gaspreiserhöhungen geführt hatten. Man habe sich deshalb entschlossen, für die brandenburgischen Verbraucher Sammelklagen gegen die einzelnen im Land tätigen Unternehmen zu koordinieren, um die Rechtmäßigkeit von Preiserhöhungen gerichtlich feststellen zu lassen, sagte die Sprecherin weiter. Die Verbraucherschützer raten Betroffenen, vorerst Widerspruch gegen die Erhöhung einzulegen oder nur unter ausdrücklichem Vorbehalt zu zahlen.

Der verbraucherpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Dieter Dombrowski, bezeichnete die angekündigten Maßnahmen zur Überprüfung der Gaspreiserhöhungen durch das Bundes- und das Landeskartellamt als richtigen Schritt zum Schutz der Verbraucher. Es sei gut, dass die von der Verbraucherzentrale initiierten Sammelklagen so bereitwillig von betroffenen Gaskunden unterstützt würden, sagte er in Potsdam. Wenn in Deutschland eine Familie voraussichtlich 1100 Euro in diesem Jahr mehr für Benzin, Strom und Heizöl bezahlen müsse, sei eine Überprüfung "mehr denn je" angesagt.

Mehr Informationen erhalten Verbraucher montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr am Beratungstelefon der Brandenburger Verbraucherzentrale unter 09001 - 775 770.

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