7000 offene Stellen

Branchenverband warnt vor Ingenieurmangel im Energiebereich

Deutschland sei international führend in der Energietechnik, die Branche gelte als eine der innovativsten. Um ihren Spitzenplatz zu behaupten, benötige die deutsche Wirtschaft qualifizierten Ingenieur-Nachwuchs. Die Absolventenzahlen können die Nachfrage derzeit aber nicht befriedigen, bemängelt der VDE.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Frankfurt/Main (ddp/sm) - Deutschland steht im Bereich der Energiewirtschaft möglicherweise vor einem Mangel an qualifiziertem Ingenieur-Nachwuchs. "In den kommenden Jahren droht ein Expertenmangel mit der Konsequenz, anstehende Aufgaben der Elektrizitätswirtschaft schwer in Angriff nehmen zu können", berichtete der Verband der Elektrotechnik und Elektronik (VDE).

Bereits heute gebe es rund 7000 offene Stellen für Ingenieure der Elektro- und Informationstechnik. Viele dieser Stellen könnten aus Mangel an Bewerbern nicht besetzt werden. Vor allem der anstehende Investitionszyklus im Kraftwerksbau, Entwicklungen, wie die Novellierung des Energiewirtschaftsgesetzes, der derzeit starke Ausbau der Windenergie sowie die Durchdringung der Energietechnik mit informationstechnischen Systemen sorgten für Wandel und Fachkräftebedarf in der Branche.

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