Brancheninterner Ausgleich für Atomausstieg

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com
Einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" zufolge will Bundeswirtschaftsminister Werner Müller die Atombetreiber zur baldigen Stillegung von Kernkraftwerken animieren. Müller (parteilos) schlägt vor, dass "Aussteiger" für die ausgefallene Reaktorlaufzeit von den übrigen Stromkonzernen mit Strom beliefert werden sollten, der um ein Drittel billiger ist - zu vier Pfennig je Kilowattstunde. Damit wolle Müller, so der "Spiegel", "den Konzernvorständen und Aufsichtsräten das Abschalten erleichtern und Klagen von Anteilseignern vermeiden".


Wegen seiner relativ geringen Leistung steht das AKW Brunsbüttel ganz oben auf der Liste der Meiler, die abgeschaltet werden sollen. Das Atomkraftwerk gehört mehrheitlich den Hamburgischen Electricitäts-Werken (HEW).

Das könnte Sie auch interessieren
  • Hochspannungsleitung

    Der Atomausstieg erhöht den Strompreis nur mäßig

    Der Großhandelspreis für Strom wird durch den Atomausstieg nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) nur mäßig steigen. Das DIW hat für Greenpeace die Folgen der Energiewende für die Strombörse berechnet und dabei vier verschiedene Szenarien erstellt.

  • Stromtarife

    Bundesnetzagentur wirft Energiekonzernen Panikmache vor

    Bundesnetzagentur-Chef Matthias Kurth wirft den Energiekonzernen Panikmache vor, weil sie vor einem Zusammenbruch der Stromnetze gewarnt haben. Die Debatte über einen möglichen Blackout sei "oft oberflächlich und interessengeleitet", so Kurth. Eine Studie der Industrie ergab derweil, dass ein Atomausstieg bis Ende 2017 Strom nur knapp 1 Cent teurer machen würde.

Top