Biokraftstoffe

BP-Chef: E10 verteuert Spritpreise

BP-Europa-Chef Michael Schmidt steht dem Biosprit E10 eher skeptisch gegenüber. Es mache das Tanken teurer und werde keine Unabhängigkeit vom Rohöl herbeiführen. Den Traum vom Kraftstoff aus Abfällen hält er dagegen für realistisch - als Biokraftstoff der zweiten Generation.

Benzinpreis© Gerhard Seybert / Fotolia.com

Berlin (dpa/red) - Der Biosprit E10 verteuert das Tanken nach Worten von BP-Europa-Chef Michael Schmidt unterm Strich um zwei Cent pro Liter. "Um die gesetzlich vorgeschriebenen Quoten zu erfüllen, müssen die Konzerne dem Benzin Bioanteile beimischen oder Biokraftstoff-Zertifikate erwerben", sagte Schmidt der Welt am Sonntag und fügte hinzu: "Das muss bezahlt werden, auch bei BP. Umgerechnet auf den Liter Benzin macht diese Belastung etwa zwei Cent aus."

Biokraftstoffe der zweiten Generation

Schmidt hält die Benzinsorte nicht für die beste Lösung, um unabhängiger vom Rohöl zu werden und im Individualverkehr weniger Schadstoff auszustoßen. "Solange wir Biokomponenten der ersten Generation den Kraftstoffen beimischen, ist E10 nicht der Stein der Weisen." Echte Innovation gebe es erst bei den Biokraftstoffen der zweiten Generation, die zum Beispiel aus Abfällen gewonnen würden. "Daran forschen wir schon lange. Daher glaube ich nach wie vor, dass sich Biokomponenten als Beimischungen durchsetzen werden." Das werde nur länger dauern. Daher wird E10 seiner Einschätzung nach nicht wieder vom Markt genommen werden.

Quelle: DPA

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