Solarzellen

Bosch investiert über eine halbe Milliarde Euro bei Tochter ersol

Die Bosch-Gruppe will ihre Solarzellenproduktion am thüringischen Standort Arnstadt weiter ausbauen. Bis 2012 sollen dafür bei der Tochter ersol rund 530 Millionen Euro investiert werden, teilt das Unternehmen mit. Thürigens Ministerpräsident Dieter Althaus begrüßte die Entscheidung.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Stuttgart (ddp.djn/sm) - Geplant seien unter anderem eine große Produktionsstätte für sogenannte kristalline Solarzellen in Arnstadt, der Aufbau einer Modulfertigung sowie die Erweiterung der bereits bestehenden Forschung und Entwicklung.

ersol wolle durch die Investition ihre Fertigungskapazität im kristallinen Bereich nahezu verdreifachen. Die Produktion soll Anfang 2010 beginnen. Die Zahl der Arbeitsplätze soll von derzeit 1200 auf 2300 steigen. Bund und Land sollen sich mit rund zehn Prozent an dem Vorhaben beteiligen. Bosch hatte Mitte des Jahres die Mehrheit an dem Erfurter Photovoltaikspezialisten übernommen, der Siliziumsolarzellen und Dünnschichtmodule herstellt.

Ministerpräsident Althaus nannte die Investitionsentscheidung "ein Beispiel für die Innovationskraft und Leistungsstärke" des Unternehmens. ersol widerstehe damit "mutig und weitsichtig" der Finanzkrise. Im Technologiedreieck Erfurt-Jena-Ilmenau haben sich seinen Angaben zufolge derzeit rund 50 Solarfirmen mit mehr als 2500 Mitarbeitern niedergelassen. Keine andere deutsche Region verfüge über eine solche Dichte an Solarunternehmen. Diese Unternehmen würden zudem ein Zehntel des weltweiten Umsatzes beim Verkauf von Solarzellen und -modulen erwirtschaften.

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