Börsenaufsicht genehmigt RWE-Angebot für spanischen Stromversorger

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Die spanische Börsenaufsicht CNMV hat das Erwerbsangebot der RWE für den Energieversorger Hidroeléctrica del Cantábrico, S.A., (Hidrocantábrico), Oviedo, genehmigt. Das Angebot umfasst 100 Prozent der Anteile zu einem Preis von 26 Euro je Aktie. Es enthält weder eine Bedingung noch ist es an den Erwerb einer Mindestzahl von Aktien geknüpft. Die Offerte bewertet das Grundkapital mit 2,943 Milliarden Euro. Der Unternehmenswert einschließlich der Verbindlichkeiten liegt bei 3,7 Milliarden Euro.


Im Falle einer Annahme des Angebots durch die Aktionäre wird Hidrocantábrico als Führungsgesellschaft des RWE-Konzerns sämtliche Aktivitäten auf der iberischen Halbinsel steuern. RWE-Vorstandsvorsitzender Dr. Dietmar Kuhnt: "Das Unternehmen ist hochprofitabel, exzellent geführt und strategisch hervorragend aufgestellt mit einem klarem Fokus auf Wachstum, Effizienz und Kundenbasis." Mit einer prognostizierten Steigerungsrate von mindestens vier Prozent jährlich in den kommenden Jahren zählt Spanien zu den dynamischsten Strommärkten in Europa und eröffnet attraktive Wachstumsmöglichkeiten.


Hidrocantábrico ist einer der insgesamt vier integrierten Energieversorger Spaniens. Das Unternehmen verfügt über einen Marktanteil von etwa acht Prozent in der Erzeugung und etwa vier Prozent im Endkundenmarkt. Der Energieversorger unterhält eine Kraftwerkskapazität von etwa 2200 Megawatt, hauptsächlich auf der Basis von Kohle und Wasser. 800 Megawatt neue GuD-Kapazität sind in Planung. Der Stromabsatz beträgt derzeit etwa 7,2 Terawattstunden, der Gasabsatz etwa 1,4 Terawattstunden. Zur Zeit beliefert Hidrocantábrico etwa 650 000 Kunden mit Strom bzw. Gas. In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2000 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 872 Millionen Euro; das entspricht einer Steigerung von 36 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

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