...Kontrolle ist besser!

bne: Die Liberalisierung des Zähl- und Messwesens ist überfällig

Der Bundesverband Neuer Energiedienstleister unterstützt das Vorgehen des Bundeskartellamts gegen den Energieversorger RWE, der in dem Verdacht steht, missbräuchlich überhöhte Mess- und Abrechungspreise zu kassieren. Eine Liberalisierung des Zähl- und Messwesens sei dringend erforderlich, fordert der bne.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Bundesverband Neuer Energieanbieter (bne) begrüßt die Absicht des Bundeskartellamts, gegen RWE Net wegen überhöhter Mess- und Verrechnungspreise bei Stromzählern vorzugehen.

Das Bundeskartellamt bemängelt, dass die Kosten, die RWE Net den Newcomern ohne eigene Netze für Anschaffung, Installation, Wartung und Ablesung der Stromzähler in Rechnung stellt, um 38 bzw. 48 Prozent zu hoch seien. "Diese Zahlen bestätigen unsere Einschätzung, dass die Preise für Netznutzung deutlich überhöht sind und eine Liberalisierung des Zähl- und Messwesens dringend erforderlich ist", kommentiert Dr. Henning Borchers, Geschäftsführer des bne, die heutige Erklärung des Bundeskartellamtes.

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