Neue Impulse

BMU und dena starten neue Kampagne für Solarwärme

Private Haushalten sollen stärker Sonnenenergie zur Bereitstellung von Warmwasser und zum Heizen nutzen. Aus diesem Grund haben Bundesumweltminister Jürgen Trittin und der Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena), Stephan Kohler, die neue Marketingkampagne "Initiative Solarwärme Plus" gestartet.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Das Bundesumweltministerium stellt dafür in diesem Jahr etwa 500 000 Euro aus dem Aufkommen der Ökosteuer zur Verfügung. Die von der dena koordinierte Kampagne wird auch vom Bundesverband Solarindustrie (BSi), dem Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) und der Ruhrgas AG unterstützt, die zusammen weitere 250 000 Euro beisteuern.

Bundesumweltminister Jürgen Trittin: "Solarkollektoren auf dem Dach sind ein wichtiger Schritt in eine umweltgerechte und unabhängige und dabei erschwingliche Energieversorgung. Einmal installiert, spart die Anlage Jahr für Jahr Energiekosten, bietet hohen Warmwasserkomfort und entlastet die Umwelt. Es lohnt sich also doppelt in die erneuerbaren Energien zu investieren: davon profitiert das Klima und die Verbraucher entlasten perspektivisch ihren eigenen Geldbeutel."

Die Informationskampagne "Initiative Solarwärme Plus" richtet sich an Handwerker und Hausbesitzer. Ziel ist es, die Nachfrage von Solarwärmeanlagen zu erhöhen. Eine Solarwärmeanlage nutzt die Energie der Sonne zur Erwärmung von Wasser, das z.B. als Brauchwasser zum Duschen oder auch für die Raumheizung zur Verfügung steht. Zu Beginn des Jahres wurde die Förderung von Solarkollektoren von 92 auf 125 Euro je Quadratmeter Kollektorfläche erhöht. Eine durchschnittliche Anlage von acht Quadratmetern erhält damit 1000 Euro Fördermittel.

Ende 2002 waren insgesamt über 4,2 Millionen Quadratmeter Solarkollektoren in Deutschland installiert. Vom BAFA wurden bis April 2003 insgesamt 280 300 Anträge zur Förderung von Solarkollektoranlagen bewilligt. Ziel des Bundesumweltministeriums ist es, die Fläche an Solarkollektoren in den nächsten vier Jahren noch einmal zu verdoppeln.

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