Widerspruch

BMU: Rotmilane durch Windkraft nicht gefährdet

Das Bundesumweltministerium hat einem Bericht der Süddeutschen Zeitung von heute widersprochen, in dem die FDP-Bundestagsabgeordnete Christel Happach-Kasan behauptete, "durch Windräder (sei) bereits die Hälfte der Bestände des vom Aussterben bedrohten Roten Milan getötet worden".

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Der Bestand des Roten Milan in Deutschland wird laut Umweltministerium für das Jahr 2000/2001 zwischen 10 669 und 13 018 Brutpaaren geschätzt. Flächendeckend lägen keine aktuelleren Zahlen vor, von bedeutenden Bestandsveränderungen sei nicht auszugehen, teilte das Ministerium mit.

Gleichzeitig teilte die Trittin-Behörde mit, dass die zentrale Erfassung von Vogel- und Fledermausschlagopfern durch Windkraftanlagen in der Zentralen Fundkartei der Staatlichen Vogelschutzwarte im Landesumweltamt Brandenburg erfolge. Dort seien für das Jahr 2004 acht Todfunde von Einzelvögeln des Roten Milans dokumentiert. Seit Beginn der Erfassung im Jahre 1989 seien bis November 2004 insgesamt 44 Rotmilane als Opfer von Windkraftanlagen gefunden worden, das seien kumuliert knapp 0,2 Prozent des aktuellen Bestandes beziehungsweise 0,04 Prozent bezogen auf die Todfunde des Jahres 2004. Daher können von einer Gefahr für den Bestand des Rotmilans durch Windkraftanlagen nicht die Rede sein.

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