Neuer Zähler

BMR-Service GmbH erwirkt für Landwirte einstweilige Verfügung gegen die Stadtwerke Gütersloh

Die als Stromversorger für die Landwirtschaft tätige BMR-Service GmbH hat vorm Landgericht Dortmund eine einstweilige Verfügung gegen die Stadtwerke Gütersloh erwirkt. Die Stadtwerke wollen einer Kundin der BMR einen neuen Zähler einbauen und die Kosten dafür der BMR in Rechnung stellen. Andernfalls könne die BMR keinen Strom mehr liefern.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Das Landgericht Dortmund hat auf Antrag des Stromversorgers BMR-Service GmbH eine einstweilige Verfügung gegen die Stadtwerke Gütersloh erlassen. Hintergrund ist der Wunsch der Stadtwerke, bei einer BMR-Kundin eine neue Zählertechnik einzubauen und der BMR hierfür zusätzliche Kosten in Rechnung zu stellen.

Weil die BMR-Service GmbH, die vornehmlich Landwirte mit Strom versorgt, nicht einverstanden war, teilten die Stadtwerke ihr schließlich mit, ohne Einbau des Zählers dürfe BMR die Kundin nicht länger versorgen. "Die ehemaligen Monopolisten versuchen immer noch, ihre Konkurrenten möglichst zu behindern. Damit haben sie bei uns jedoch keinen Erfolg", schätzt Christian Hagmann, Jurist bei BMR, die aktuelle Situation ein. Die Stadtwerke wollten einen "Lastgangzähler" einbauen, mit dem plötzliche Spitzen in der Stromabnahme im Netzgebiet vorausbestimmbar werden sollen. "Die Stadtwerke Gütersloh haben die Abnahmestellen mit diesem Verbrauch bereits jahrelang in ihrem Netz versorgt und hielten nie einen Zählerwechsel für nötig. Jetzt bei dem Versorgerwechsel zu BMR soll auf einmal ein Zählerumbau nötig sein. Ziel scheint es wieder mal zu sein, den neuen Versorger im Markt zu behindern", ist sich Hagmann sicher.

Das Landgericht Dortmund hat nunmehr den Stadtwerken auferlegt, BMR uneingeschränkt die Versorgung in ihrem Netz zu ermöglichen, und zwar auch ohne Einbau des Lastgangzählers. "Die Frage der Zähltechnik können wir auch im Gespräch klären", bietet Hagmann an, "die ehemaligen Monopolversorger müssen sich einfach daran gewöhnen, dass sie nicht mit ihrer neuen Konkurrenz umspringen können wie ihnen beliebt."

Die BMR-Service GmbH ist mit den Aufgabenschwerpunkte Kostensenkung und Zuerwerb in der Landwirtschaft im Sommer 1999 als Energieversorgungsunternehmen in das Stromgeschäft eingestiegen.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Energiekosten

    Heizstrom-Kunden profitieren von neuer Tarifauswahl

    Wer mit Heizstrom heizt, hat mittlerweile auch eine größere Auswahl bei den Energieversorgern und Tarifen. Mit unserem Stromrechner können ab sofort auch der Preisvergleich durchgeführt werden, wenn Heizstrom und Haushaltstrom gemeinsam gemessen werden.

  • Stromkosten

    Höhere Netzkosten verteuern den Strom

    Die Netznutzungsentgelte werden in vielen Städten steigen. Das wird sich auf den Stromrechnungen für das kommende Jahr niederschlagen. Allerdings sind die Strompreise an der Börse gefallen, wodurch Preissenkungen von Seiten der Stromversorger möglich sind.

  • Strom sparen

    Somentec Software: Hessische EVU interessieren sich verstärkt für XAP

    Die flexible und leistungsstarke Abrechnungslösung XAP der Langener Somentec Software AG stößt auf breites Interesse bei der Versorgungswirtschaft in Hessen. Nachdem die komplette Tarif- und Sonderkundenabrechnung der Stadtwerke Hanau auf XAP umgestellt wurde, haben jetzt die Kreiswerke Gelnhausen einen Auftrag erteilt.

  • Hochspannungsleitung

    Musterverfahren gegen Wemag und RWE Net: Kartellamt untersucht Stromzähler-Messpreise

    Das Bundeskartellamt prüft derzeit Entgelte, die Stromkunden für den Stromzähler in Rechnung gestellt werden. Nach Auffassung der Wettbewerbshüter verlangen die Schweriner Wemag und die Dortmunder RWE Net mit 44,48 und 36 Euro pro Jahr für einen Eintarifzähler zu viel. Gegen beide Anbieter wurde ein Musterverfahren eingeleitet.

  • Hochspannungsleitung

    Strom in Ostdeutschland deutlich teurer

    Der Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA) hat in seinem neusten Strompreisvergleich für Sondervertragskunden herausgefunden, dass ostdeutsche Stromkunden durchschnittlich 10,5 Prozent mehr für Strom bezahlen als westdeutsche. Zu den teuersten Unternehmen gehören die TEAG, die e.dis und die Avacon. Günstigen Strom bietet u.a. RWE Net.

Top