Planmäßig

Block 2 des Kernkraftwerks Philippsburg geht in Revision

Über einem der beiden Kühltürme am Kernkraftwerk Philippsburg wird ab dem kommenden Wochenende nicht die übliche weiße Wasserdampfwolke zu sehen sein. Der Block 2 des Kernkraftwerks (KKP2) wird zur jährlichen Revision vom Netz genommen und abgefahren, das teilte der Betreiber, die EnBW Energie Baden Württemberg AG heute in Karlsruhe mit.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

In dem Reaktor werden 56 der 193 Brennelemente ausgetauscht. Die abgebrannten Brennelemente kommen zum Abkühlen in ein Lagerbecken im Reaktorgebäude. Darüber hinaus dient die jährliche Revision der Überprüfung sicherheitstechnisch und betrieblich wichtiger Anlagenteile und Komponenten. Zu diesen Tätigkeiten gehört auch die Prüfung der Frischdampfsicherheitsventile. Wie in den Jahren zuvor, wird für diese Prüfung reiner, nichtradioaktiver Wasserdampf in die Atmosphäre abgeblasen. Dieser Vorgang kann mit Geräuschentwicklungen verbunden sein.

"Wir werden in den kommenden Wochen einen zweistelligen Millionenbetrag in den Block 2 des Kernkraftwerks Philippsburg investieren", erläuterte Kraftwerksleiter Dr. Hans-Josef Zimmer. "Auf unserem Programm stehen routinemäßige Prüf- und Inspektionsarbeiten an Pumpen, Ventilen, Rohrleitungen und elektrischen Einrichtungen. Darüber hinaus werden wir die Anlage aber auch für die Zukunft ertüchtigen. Wir tauschen Batterien aus, wechseln analoge gegen digitale Schutzrelais und schaffen die technischen Voraussetzungen für den Austausch des Leittechnikrechners im nächsten Jahr."

Seit der letzten Revision im Sommer 2002 hat KKP 2 rund 11,5 Milliarden Kilowattstunden Strom produziert, das entspricht gut 15 Prozent des jährlichen Stromverbrauchs in Baden-Württemberg. Der Block 2 des Kernkraftwerks Philippsburg ist ein Druckwasserreaktor mit einer elektrischen Leistung von 1458 Megawatt. Die Anlage ging 1984 in Betrieb, in dieser Zeit wurden rund 182 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt.

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