Zukunfts-Szenarien

BlackBerry denkt über eigenen Verkauf nach

BlackBerry denkt nach enttäuschenden Verkäufen seiner neuen Smartphone-Modelle verstärkt über die Zukunft des Unternehmens bis hin zu einem Verkauf nach. Ein Gremium des Verwaltungsrats wird die Möglichkeiten ausloten.

BlackBerry

Waterloo (dpa/afp/red) - Darunter könnte neben Allianzen und der Gründung von Gemeinschaftsfirmen auch der Verkauf des gesamten kanadischen Unternehmens sein.

BlackBerry leidet unter der Konkurrenz

Die Geräte von Blackberry waren früher vor allem bei Geschäftsleuten sehr beliebt. Sie boten eine einfache und komfortable Möglichkeit, E-Mails und Termine zu verwalten sowie Kurznachrichten zu verschicken. Außerdem waren die Sicherheitsstandards an die Bedürfnisse von Firmen angepasst. Das Unternehmen verpasste dann aber den Siegeszug der neuen Handygeneration mit Touchscreen, den der US-Konkurrent Apple mit dem iPhone anführte.

Seitdem stellten auch immer mehr Blackberry-Kunden auf iPhones oder Android-Smartphones um, die in vielen Punkten einfacher zu bedienen sind und für die außerdem deutlich mehr Apps, also Miniprogramme für Handys, angeboten werden. Im zweiten Quartal verkaufte Blackberry nach Berechnungen des Marktforschers IDC zwar mehr Handys als ein Jahr zuvor. Angesichts des rasant wachsenden Smartphone-Marktes sank der Marktanteil aber auf 3,7 Prozent - während Android 80 Prozent erreichte.

Neue Smartphones schaffen den Durchbruch nicht

BlackBerry hatte zu Beginn des Jahres die ersten Smartphones mit dem neuen Betriebssystem BlackBerry 10 herausgebracht, die zwar von Experten gelobt wurden, doch unter der starken Konkurrenz von Apples iPhone und der Android-Geräte leiden. "Wir sind der Überzeugung, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um strategische Alternativen zu prüfen", erklärte der Gremiumsvorsitzende Timothy Dattels am Montag am Firmensitz im kanadischen Waterloo.

Heins bittet um Geduld

Der aus Deutschland stammende BlackBerry-Chef Thorsten Heins hatte auf der Hauptversammlung im Juli bei den Anlegern um Geduld geworben: "Es braucht mehr als ein paar Quartale, bis wir dorthin gelangen, wo wir hin wollen." Heins, der dem fünfköpfigen Gremium angehört, kann sich den Einsatz der BlackBerry-Technologie auch in anderen Bereichen vorstellen, beispielsweise in Autos oder Maschinen.

Quelle: AFP, DPA

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