Bistum Essen und RWE Power veranstalten II. Energiesymposion im Haus der Technik

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com
Unter dem Titel "Perspektiven der Energieversorgung - global und regional" veranstalteten das Bistum Essen, das Haus der Technik e.V. und die RWE Power AG heute zum zweiten mal das Energiesymposion. Die Kooperation zwischen Bistum und Industrie soll dabei bewusst ein Zeichen setzen, sich offen mit verschiedenen Facetten und Standpunkten in der Energiepolitik zu befassen, denn die Zukunft der Energieversorgung könne letztlich nur auf der Basis eines tragfähigen gesellschaftlichen Kosens erreicht werden, hieß es von den Organisatoren. Hochrangige Vertreter aus Wirtschaft, Kirche, Politik und Lehre diskutierten mit den 500 Teilnehmern zentrale Fragen einer vernunftorientierten, verantwortungsvollen Energiepolitik.


"Wir wollen ein Forum schaffen, das einen Beitrag zu einer sachbezogenen Auseinandersetzung im Spannungsfeld zwischen technologischen, sozialethischen, wirtschaftlichen und politischen Aspekten leistet", sagte der Essener Weihbischof Franz Grave. "Technik und Ethik stehen im gemeinsamen Dienst am Menschen. Dies gelte in besonderer Weise für die Energieversorgung", so Grave weiter. Die Fragen nach einer gesicherten und umweltverträglichen Energieversorgung, nach bezahlbaren Energiepreisen und nach einer für die Wirtschaft zuträglichen Energiepolitik müssten beantwortet werden. Dieser Verantwortung dürfe sich niemand entziehen, betonte der Weihbischof. Dr. Gerd Jäger, Vorstandsmitglied der RWE Power appellierte an die Vertreter aller Institutionen Chancen und Risiken aller Energietechnologien im Zieldreieck zwischen Wettbewerb, Versorgungssicherheit und Umweltschutz ausgewogen und fair zu bewerten. "Wir sind alle gefordert, uns mit Nachdruck für ein energiepolitisches Gesamtkonzept einzusetzen, das in Deutschland und in Europa trägt und auch die Entwicklungen weltweit nicht außer Acht lässt."


Ein weiterer Aspekte der Essener Veranstaltung war neben nationalen und internationalen Perspektiven insbesondere die Frage nach der Zukunftsfähigkeit des Energiestandorts Nordrhein-Westfalen. Die Sicherung vieler Arbeitsplätze durch den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Braunkohle, könne dabei nur durch die Vermeidung einseitiger politischer Sonderlasten erreicht werden. Dies sei für das Energieland NRW von ebenso großer Bedeutung, wie der Ausbau und die Vorreiterrolle im Bereich regenerativer Zukunftstechnologien.

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