Schätzung

Bis zu 28 Milliarden Euro für neue Stromleitungen nötig

Europas Stromleitungen müssen einem neuen Bericht zufolge in den kommenden fünf Jahren für 23 bis 28 Milliarden Euro ausgebaut oder neugebaut werden. Das schätzt der Branchenverband ENTSO-E, der diverse Netzbetreiber in der EU vertritt.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Brüssel (afp/red) - Diese Investitionen in die Stromnetze seien unter anderem nötig, um die Nutzung erneuerbarer Energien zu erhöhen und beispielsweise Windparks in der Nordsee an das Leitungsnetz anzuschließen, erklärte der Branchenverband ENTSO-E am Montag in Brüssel. ENTSO-E vereinigt 42 Strom-Übertragungsnetzbetreiber aus 34 europäischen Ländern, darunter aus der EU.

Neben der Stärkung der erneuerbaren Energien ist die Vertiefung des EU-Binnenmarktes ein weiterer Hauptzweck der geforderten Investitionen. In einem besseren Binnenmarkt können die Anbieter ihre Produkte, zum Beispiel Strom, leichter über die nationalen Grenzen hinweg anbieten. Der stärkere Wettbewerb kann auch den Verbrauchern nutzen. Drittes Hauptziel ist die Erhöhung der Versorgungssicherheit. Risiken etwa durch Kraftwerks- oder Leitungsausfälle können durch Lieferungen aus anderen Regionen kompensiert werden.

Der Bericht beziffert die Länge der zu überholenden oder neu zu bauenden Stromleitungen auf rund 18.500 Kilometer in den nächsten fünf Jahren. Für die kommenden zehn Jahren sollten es ingesamt 42.000 Kilometer sein. Dies entspreche etwa 14 Prozent der bestehenden Leitungen. Der Bericht wurde einer EU-Verordnung zufolge erstellt, ist aber rechtlich nicht bindend.

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