Klimaschutzbericht

Bis Jahresende werden in NRW 30 Millionen Tonnen Kohlendioxid gespart

Nordrhein-Westfalen hat das im September 2001 aufgesetzte Klimaschutzkonzept bilanziert: Größere Kohlendioxid-Minderungseffekte als seinerzeit angenommen konnten u.a. durch eine verstärkte Nutzung des Grubengases im Steinkohlenbergbau und den Ausbau der Wind- und Wasserkraft erzielt werden.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - In Nordrhein-Westfalen werden nach Einschätzung von Energieminister Axel Horstmann (SPD) bis zum Jahresende über 30 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart. "Damit erreichen wir unseren Anteil der von der Bundesregierung festgelegten und gegenüber der Europäischen Union zugesagten Reduktionen der so genannten Kyotogase", sagte Horstmann am Dienstag in Düsseldorf.

Die Landesregierung hatte im September 2001 ein Klimaschutzkonzept für NRW vorgelegt, mit dem das Land nachdrücklich die Erreichung der nationalen Kohlendioxid-Reduktionsziele unterstützt hat. Ausgehend vom Nationalen Klimaschutzprogramm 2000 wurde seinerzeit für das Land ein Minderungspotential von über 30 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr bis zum Jahr 2005 ermittelt.

"Nach dem nun vorliegenden Umsetzungsbericht ist NRW auf dem besten Weg, dieses Ziel zu erreichen", betonte der Minister. Größere Kohlendioxid-Minderungseffekte als seinerzeit angenommen konnten danach bereits jetzt erzielt werden durch eine verstärkte Nutzung des Grubengases im Steinkohlenbergbau (vier Millionen Tonnen), den Ausbau der Wind- und Wasserkraft (3,6 Millionen Tonnen) und durch das Programm für Rationelle Energieverwendung und Nutzung unerschöpflicher Energiequellen (REN-Programm) mit 1,9 Millionen Tonnen.

Für den Zeitraum bis 2010 strebt die Landesregierung weitere Kohlendioxid-Minderungen an. "Dazu ist es wichtig, dass die so genannten flexiblen Instrumente, insbesondere der Emissionshandel, auf nationaler wie auf internationaler Ebene greifen. Immerhin entstehen 44 Prozent der bundesweiten Kohlendioxid-Emissionen in NRW", machte der Minister deutlich. Mit innovativen Energietechnologien wolle das Land auch weiterhin bundesdeutscher Vorreiter beim Klimaschutz bleiben. Dazu gehöre die Modernisierung des Kraftwerksparks im Lande.

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