Fertig bis Ende des Jahres

Biomassekraftwerk Bischofferode: Stadtwerke Leipzig feiern Richtfest

Heute feiern die Stadtwerke Leipzig das Richtfest ihres neuen Biomassekraftwerks in Bischofferode. Nach seiner Fertigstellung bis Ende des Jahres wird es ausschließlich mit Waldrestholz aus der Umgebung des Kraftwerkes befeuert, das beim Stammeinschlag oder der Durchforstung anfällt.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Leipzig (red) - Heute wurde am Biomassekraftwerk in Bischofferode, das die Stadtwerke Leipzig zur Zeit bauen, der Richtkranz aufgezogen. Dabei zeigten sich die beiden Geschäftsführer der Stadtwerke Leipzig, Wolfgang Wille und Frank Hennig, zufrieden mit der Arbeit der 60 Bauarbeiter und Kesselmonteure und dem trotz frostigen Winterwochen eingehaltenen Bauplan. "Wenn es weiterhin so läuft, werden wir wie geplant Ende des Jahres 2005 den ersten hier erzeugten Strom in das regionale Netz einspeisen können."

Das Biomassekraftwerk, für das durch Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus Ende August 2004 der erste Spatenstich erfolgte, wird ausschließlich mit Waldrestholz aus der Umgebung des Kraftwerkes befeuert, das beim Stammeinschlag oder der Durchforstung anfällt. Die Holzlieferungen sind über langfristige Lieferverträge mit dem Thüringer Forst und dortigen regionalen Waldbewirtschaftungsunternehmen abgesichert. Das Kraftwerk wird eine Leistung von 20 Megawatt haben und knapp 160 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr liefern.

Etwa 130 000 Festmeter Holz werden dann pro Jahr im Kraftwerk verbrannt, dessen Bruttowirkungsgrad bei 37 Prozent liegt. Dies soll durch den Einsatz optimierter Technik, insbesondere modernster Feuerungstechnik für Festbrennstoffe erreicht werden. Durch den eingesetzten Brennstoff können mit dem Biomassekraftwerk in Bischofferode/Holungen im Vergleich zu einem konventionellen Kraftwerk 58 400 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr vermieden werden.

Die Stadtwerke Leipzig investieren 50 Millionen Euro in das Kraftwerk, das 22 direkte Arbeitsplätze vor Ort schaffen wird.

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