Strom aus Pflanzen

Biomasse muss Sozial- und Umweltstandards erfüllen

Strom aus Pflanzen soll sauberer werden. Der Bundestag stimmte in der Nacht zu Freitag einer Verordnung zur Nachhaltigkeit von flüssiger Biomasse etwa aus Pflanzenölen zu, aus der Strom gewonnen wird. So darf ab 2010 nur noch Biomasse eingesetzt werden, die nachhaltig produziert wurde:

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (afp/red) - Der Anbau muss bestimmte soziale und Umweltstandards erfüllen, die durch ein Zertifizierungssystem überprüft werden sollen. Die Verordnung sieht vor, dass flüssige Biomasse so hergestellt werden muss, dass ihr Einsatz zur Stromerzeugung mindestens 35 Prozent weniger Treibhausgase freisetzt als fossile Energieträger wie Erdöl oder Kohle. Bis 2018 soll diese Mindestanforderung auf 60 Prozent steigen. Außerdem dürfen die Pflanzen zur Ölgewinnung nicht auf Flächen mit hohem Naturschutzwert wie etwa Regenwäldern und Feuchtgebieten angebaut worden sein.

Nachhaltigkeitsvorgaben der EU erfüllt

Mit dem Verordnungsentwurf setzt Deutschland teilweise die Vorgaben zu Nachhaltigkeit von Biomasse um, auf die sich die EU im Dezember geeinigt hatte. Eine weitere Verordnung soll die Nachhaltigkeit von Biosprit, also aus Pflanzen gewonnenen Kraftstoffs, regeln. Biomasse gilt als potenziell umweltfreundlicher Energieträger, der Anbau kann aber auch einen hohen Energieaufwand bedeuten und wichtige Naturgebiete zerstören.

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