Neues Mitglied

Bilfinger Berger tritt dem Wüstenstromprojekt Desertec bei

Der Mannheimer Baukonzern Bilfinger Berger ist dem Wüstenstromprojekt Desertec beigetreten. Bei dem Großprojekt Desertec sollen bis 2050 15 Prozent des europäischen Strombedarfs mit Sonnen- und Windenergie gedeckt werden.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Mannheim (ddp/red) - Das Wüstenstromprojekt Desertec hat mit dem Mannheimer Baukonzern Bilfinger Berger ein weiteres Mitglied bekommen. "Unser Leistungsangebot passt perfekt zu den Anforderungen von Desertec", sagte Technik-Vorstand Hans Helmut Schetter am Dienstag. Als Partner der Desertec Industrial Initiative (DII) werde vor allem Potenzial für das Servicegeschäft gesehen. Dabei verwies der Konzern auf Erfahrungen bei der Installation, Wartung und Instandhaltung von Anlagen zur regenerativen wie auch zur konventionellen Energieerzeugung.

Desertec will bis 2050 Europas Strombedarf zu 15 Prozent decken

Das Großprojekt Desertec will bis 2050 rund 15 Prozent des europäischen Strombedarfs mit Sonnen- und Windenergie decken. Dazu sollen Solar- und Windkraftanlagen in Nordafrika Strom produzieren und in Fernleitungen einspeisen. Auch ein erheblicher Anteil des Strombedarfs der Erzeugerstaaten soll so gedeckt werden. Die DII war 2009 gegründet worden. Das Investitionsvolumen wird auf 400 Milliarden Euro geschätzt.

Unternehmen schließen sich zu Desertec zusammen

Gründungsgesellschafter waren unter anderem ABB, Deutsche Bank, E.ON, HSH Nordbank, MAN Solar Millennium, Munich Re, RWE und Siemens.Seit Anfang Februar ist der Ex-Bundesumweltminister und ehemalige Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), Klaus Töpfer (CDU), Berater der Initiative.

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