Jahresauftakt

Bilanz von Telefónica besser als erwartet

Telefónica Deutschland ist mit einem Verlust ins neue Jahr gestartet. Hohe Abschreibungen führten zu einem Fehlbetrag von 176 Millionen Euro. Umsatz und Ergebnis überraschen dennoch: Analysten hatten schlechtere Ergebnisse erwartet.

o2 Tarife© o2 Telefonica

München (dpa-AFX/red) - Telefónica Deutschland (o2) ist wegen höherer Abschreibungen auch ins neue Jahr mit einem Verlust gestartet. Weil der nach Kunden größte deutsche Mobilfunker nach der Übernahme von E-Plus unter anderem doppelt vorhandene Sendemasten schneller abschreibt, fiel im ersten Quartal ein Fehlbetrag von 176 Millionen Euro an, wie das TecDax-Unternehmen am Dienstag in München mitteilte. Im vorangegangenen ersten gemeinsamen Vierteljahr hatten Umbaukosten den Konzern in die roten Zahlen gerissen.

Erfolg mit mobilem Internet

Im Tagesgeschäft sah Konzernchef Thorsten Dirks dagegen in den ersten drei Monaten 2015 viel Positives. "Wir sind zum Jahresauftakt gut aus den Startblöcken gekommen", sagte er. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich der beiden kombinierten Unternehmen um 2,9 Prozent auf 1,90 Milliarden Euro, weil der Netzbetreiber von Tarifen mit mobilem Internet profitierte.

Besseres Ergebnis als von Analysten erwartet

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Oibda) kletterte unter anderem wegen des Verkaufs der Marke yourfone um 10,6 Prozent auf 395 Millionen Euro. Bereinigt um den Sondereffekt habe das Plus 5,7 Prozent auf 378 Millionen Euro betragen. Telefónica gab weniger für die Neukundenwerbung aus, auch beim Verkauf von Endgeräten achtete das Unternehmen mehr aufs Geld. Umsatz und operatives Ergebnis fielen besser aus als von Analysten erwartet. Die Finanzziele bestätigte das Unternehmen.

Quelle: DPA

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