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Bilanz der "Grünen": Drei Jahre Erneuerbare-Energien-Gesetz

Seit drei Jahren gilt in Deutschland das Erneuerbare-Energien-Gesetz, dessen Ziel die Verdopplung des Anteils von Strom aus regenerativen Energiequellen bis zum Jahr 2010 ist. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung in Deutschland ist mittlerweile auf über acht Prozent angestiegen.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Anlässlich des dritten Geburtstages des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zog Michaele Hustedt, energiepolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen kürzlich Bilanz. "Mit dem Erneuerbare Energien-Gesetz haben wir eine weltweit einzigartige Erfolgsgeschichte in der Industrie-, Energie- und Umweltpolitik geschrieben", zeigte sie sich vom Erfolg überzeugt.

Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung in Deutschland ist mittlerweile auf über acht Prozent angestiegen, allein im Jahr 2002 wurde ein Umsatzvolumen von nahezu neun Milliarden Euro für den Aufbau einer dezentralen und umweltfreundlichen Energieversorgung aufgebracht. Profitiert haben laut Hustedt überwiegend kleinere und mittlere Unternehmen. Ihren Angaben zufolge arbeiten derzeit über 130 000 Menschen in der gesamten Erneuerbaren-Energien-Branche. Dies sei eine exzellente Förderung regionaler Wirtschaftsstruktur. Von den Gewerbesteuereinnahmen durch die Einspeisung von grünem Strom würden bundesweit Städte und Gemeinden profitieren.

Der Innovationswettlauf, der auf Seiten der Anbieter erneuerbarer Energietechnologien stattgefunden hat, schlug sich in stetig steigenden Stromerträgen und in durchschnittlich um zehn Prozent gesunkenen Anlagenpreisen nieder. Die Belastung der Stromkunden betrug laut Hustedt im Jahre 2002 bundesweit etwa 0,3 Cent pro Kilowattstunde. Bis Ende des Jahres 2002 wurde bundesweit über 13 700 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 12 000 Megawatt in Betrieb genommen. Mit der erzeugten Strommenge kann die Hauptstadt Berlin rund um die Uhr versorgt werden. Nach der Windkraft hat die Biomassenutzung in Deutschland die größten Wachstumspotenziale. Etwa 475 Megawatt sind zur Stromerzeugung installiert. Hinzu kommt die erhebliche thermische Nutzung.

Die Fotovoltaik hätte ähnlich hohe Wachstumsraten wie die Windenergie, allerdings ausgehend von einem sehr viel niedrigeren Niveau. Zurzeit sind etwa 270 Megawatt installiert. Damit liegt Deutschland in Europa an erster Stelle, weltweit hinter Japan an zweiter. Mit diesen Maßnahmen konnte der Kohlendioxid-Ausstoß der Bundesrepublik allein im Jahr 2002 um 50 Millionen Tonnen gemindert werden.

"In der Zeit eines furchtbaren Krieges im Irak, in dem es auch um Öl geht, wird wieder einmal deutlich: die Förderung der Erneuerbaren Energien ist ein wichtiger Beitrag zum internationalen Frieden. Die Abkehr vom Zeitalter der fossilen Energien nützt nicht nur dem weltweiten Klimaschutz, sie trägt auch zur Verminderung der Konflikte um die immer knapper werdenden endlichen Ressourcen wie Öl und Gas bei", mahnt Hustedt abschließend.

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