System läuft

Bilanz: Bereits über acht Millionen Emissionsberechtigungen gehandelt

495 Millionen Emissionsberechtigungen hat die Deutsche Emissionshandelsstelle seit Anfang des Jahres ausgegeben, wovon seit März bereits acht Millionen gehandelt wurden. Bisher sind sieben der 25 nationalen Register der EU-Mitgliedstaaten im Einsatz und durch das Zentralregister verbunden.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (red) - Der Handel mit Emissionsrechten für den Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxid läuft: Die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt (UBA) hat die 495 Millionen Emissionsberechtigungen für das Jahr 2005 nahezu vollständig ausgegeben. Von diesen Berechtigungen wurden in Deutschland seit März bereits über acht Millionen gehandelt.

Auch das Zusammenspiel zwischen dem deutschen Register und dem europäischen Zentralregister CITL (Community Independent Transaction Log) in Brüssel sowie den anderen sechs Mitgliedstaaten, deren Register online sind, funktioniert laut UBA reibungslos. "Damit sei unter Beweis gestellt, dass der EU-Emissionshandel voll funktionsfähig ist. Die Unternehmen sollten jetzt die neue Flexibilität zum Umweltschutz und die Chancen beim Kohlendioxid-Handel nutzen", kommentierte Professor Dr. Andreas Troge, Präsident des Umweltbundesamtes.

Bisher sind sieben der 25 nationalen Register der EU-Mitgliedstaaten im Einsatz und durch das Zentralregister verbunden. Jede nationale und internationale Transaktion in der EU wird darin überprüft und bestätigt. Großbritannien und Frankreich haben, obwohl die Ausgabe der Emissionsberechtigungen an die Anlagenbetreiber dort noch nicht abgeschlossen ist, den Handel bereits freigegeben.

Nur für wenige der 1849 Anlagen in Deutschland konnte im nationalen Emissionshandelsregister bisher kein Anlagenkonto eröffnet werden. Entweder hätten in diesen Fällen Anlagenbetreiber die erforderlichen Unterlagen noch nicht abgegeben oder die Anlagen fallen nicht oder nicht mehr unter die Emissionshandelspflichtigkeit. Zudem habe die DEHSt bereits mehr als 70 Personenkonten eingerichtet, fast 30 weitere seien beantragt. Diese Personenkonten nutzen vor allem nationale und internationale Händler.

Weiterführende Links
Das könnte Sie auch interessieren
  • Autobahn

    EU-Experten beraten über Abgastests für PKW

    Die Abgastests stehen seit dem VW-Skandal massiv in der Kritik. Beanstandet wird an den bisherigen Tests vor allem, dass die Ergebnisse weit weg von den Werten sind, die im realen Straßenverkehr erreicht werden. In Brüssel einigten sich Fachleute aus den Regierungen aller EU-Staaten bereits auf Details.

  • Kohlebergbau

    Kohlekraftwerke erhalten doch eine Abwrackprämie

    Obwohl Wirtschaftsminister Gabriel einst sogar die Strafabgabe für alte Kohlekraftwerke in Erwägung gezogen hatte, ist er von diesem Kurs wieder komplett abgekommen. Die Betreiber der Kohlemeiler werden sieben Jahre lang von den Stromkunden mit Milliarden Euro beim Kohleausstieg unterstützt.

  • Strompreise

    EU gibt grünes Licht für Nationales Zuteilungsverfahren

    Durch die Zustimmung der EU-Kommission zur deutschen Verteilung der Emissionsberechtigungen kann die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt mit den Kontoeröffnungen im Register beginnen und die erste Tranche der Emissionsberechtigungen für 2005 ausgeben.

  • Stromnetz Ausbau

    Freischaltung nationaler Emissionshandelsregister verzögert sich

    Nach den europäischen Vorschriften prüft die EU-Kommission, ob die Ausgabe der Emissionsberechtigungen im Einklang mit dem deutschen Allokationsplan steht. Da diese Prüfung noch andauert, verschiebt sich die Ausgabe der Berechtigungen, die eigentlich gestern starten sollte.

  • Energieversorung

    Emissionshandel: DEHSt bearbeitet knapp 800 Widersprüche

    1849 Bescheide über die Mengenzuteilungen beim Emissionshandel hatte die zuständige Emissionshandelsstelle im Umweltbundesamt (DEHSt) im Dezember 2004 versandt. Bis zum Ende der Widerspruchsfrist sind 799 Widersprüche eingegangen, davon seien aber nur knapp 200 begründet worden.

Top