Asse-Schließung

BfS: Umlagerung von Asse-Müll in Schacht Konrad ist möglich

Das Genehmigungsverfahren für das geplante Atommüllendlager Schacht Konrad bei Salzgitter muss im Fall der Einlagerung von Asse-Abfällen teilweise neu aufgerollt werden. Laut dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) sind solche Anpassungen aber "grundsätzlich möglich".

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Salzgitter/Wolfenbüttel (ddp/red) - Eine Änderung der Genehmigungsvoraussetzungen sei "auch kein fachliches Argument, das gegen die Rückholung der radioaktiven Abfälle aus der Asse spricht".

Das für beide Standorte verantwortliche BfS prüft derzeit verschiedene Varianten für die Schließung des einsturzbedrohten Atommülllagers Asse. Als mögliche Optionen kommen der Behörde zufolge die Verfüllung des Bergwerks mit Salzbeton, die Bergung aller oder eines Teils der radioaktiven Abfälle sowie ihre Umlagerung in der Asse selbst in Frage.

Im Fall einer Rückholung des Mülls käme als neue Lagerstätte das genehmigte Endlager Konrad in Betracht, erklärte das BfS. Die schwach- und mittelaktiven Abfälle der Asse seien grundsätzlich für eine Einlagerung in Schacht Konrad geeignet. Sie müssten vor einer Einlagerung jedoch auf ihr Inventar überprüft, bestimmt und neu konditioniert werden.

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