Sicherheit

BfS trifft weitere Vorkehrungen für Notfall im Atommülllager Asse

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat weitere Vorkehrungen für mögliche Notfälle im Atommülllager Asse getroffen. Für den Fall, dass plötzlich große Mengen Wasser in die Grube einfließen sollten, habe die Behörde eine Notfallorganisation eingerichtet, sagte ein Sprecher des BfS am Mittwoch.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Remlingen (ddp/red) - "Pumpen und große Wasserspeicher stehen bereit, ein Lager für alle notwendigen Gerätschaften wird derzeit eingerichtet", fügte er hinzu.

Vorsorglich würden auch Hohlräume abgedichtet, erklärte der Sprecher weiter. Diese Notfallvorsorge sei wichtig, um das geplante Rückholen der Abfälle abzusichern: "Ein Notfall würde sicherheitsrelevante Arbeiten in der Grube unterbrechen und könnte bis hin zu Gefährdungen für die Beschäftigten und die Umwelt reichen."

In das frühere Salzbergwerk Asse wurden zwischen 1967 und 1978 rund 126.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Atommüll eingelagert. Täglich laufen rund 12 000 Liter Wasser in die Grube, zwischenzeitlich hatte sich die Zuflussmenge auch schon erhöht. Nach derzeitigem Wissen ist die Asse noch bis etwa 2020 standsicher.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Atommüll

    Asse hätte nie Atomendlager werden dürfen

    In dem ehemaligen Salzbergwerk Asse bei Wolfenbüttel hätte nach den Erkenntnissen des Untersuchungsausschusses in Hannover niemals ein Atomendlager eingerichtet werden dürfen. Der Ausschuss des niedersächsischen Landtages schloss am Donnerstag nach mehr als drei Jahren, 71 Sitzungen und der Vernehmung von mehr als 50 Zeugen seine Arbeit ab.

  • Energieversorung

    Bohrungen in der Asse schon wieder unterbrochen

    Bei der Probebohrung in die Atommüllkammer 7 im Bergwerk Asse gibt es die erste Verzögerung. Gut eine Woche nach dem Start wurden die Arbeiten wegen technischer Komplikationen unterbrochen. Grund sei weiches Bitumen im Verschluss der Kammer, das den Bohrer und das Bohrloch zu verschmieren drohe.

  • Hochspannungsleitung

    Braunschweig stoppt Pläne zu Verarbeitung von Asseabfällen

    Der Braunschweiger Stadtrat hat sich gegen eine Verarbeitung von radioaktiven Abfällen aus dem Atommülllager Asse auf dem Braunschweiger Stadtgebiet ausgesprochen. Diesen Beschluss habe das Kommunalparlament einstimmig gefällt.

  • Stromtarife

    Strahlenquellen aus der Asse abtransportiert

    Aus dem Atommülllager Asse sind am Dienstag 100 abgeklungene Strahlenquellen zum Transport an die Landessammelstelle in Jülich in Nordrhein-Westfalen abgegeben worden. Die Stoffe seien seit 1969 für die Einstellung von Messgeräten für den betrieblichen Strahlenschutz genutzt worden, sagte ein Sprecher des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS).

  • Stromtarife

    Bürger sollen bei Gorleben-Erkundung beteiligt werden

    Bei der Weitererkundung des Endlagers Gorleben könnte erstmalig die Öffentlichkeit beteiligt werden. Bislang wurde der Salzstock auf Grundlage des alten Bergrechts erkunden, wobei keine Bürgerbeteiligung vorgesehen ist – anders aber beim Atomrecht.

Top