Stromübertragung

BfS-Präsident fordert Abschaltung von fünf Risikomeilern

Der Präsident des Bundesamts für Strahlenschutz bezeichnete die fünf Atomkraftwerke Philippsburg 1, Isar 1, Brunsbüttel, Biblis A und Obrigheim als besonders gefährdet in Bezug auf eventuelle terroristische Angriffe. Er forderte die Betreiber auf, diese Kernkraftwerke vom Netz zu nehmen und die verbliebenen Strommengen auf neuere Anlagen zu übertragen.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - In einem Gespräch mit der Berliner Zeitung hat der Präsident des Bundesamts für Strahlenschutz, Wolfram König, den Betreibern vorgeschlagen, die Möglichkeiten des neuen Atomgesetzes und des Atomkonsenses zwischen Regierung und Betreibern zu nutzen.

Im Atomgesetz werde den Konzernen die Möglichkeit eingeräumt, ältere Kernkraftwerke vorzeitig vom Netz zu nehmen und die Strommengen auf neuere Anlagen zu übertragen. Damit würden die Risiken der Kernenergienutzung in Deutschland weiter minimiert. Insbesondere die Meiler Philippsburg 1, Isar 1, Brunsbüttel, Biblis A sowie Obrigheim seien bei Terrorangriffen besonders gefährdet, sagte König der Zeitung. Von den 18 noch in Betrieb befindlichen deutschen Meilern wiesen die fünf genannten Reaktoren "die größte Unsicherheit" auf, wenn man terroristische Angriffe mit - womöglich vollbetankten - Passagiermaschinen unterstelle.

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