Gammastrahlen

BfS misst Radioaktivität am Atommülllager Asse

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat mit Messungen der Umweltradioaktivität am Atommülllager Asse begonnen. Techniker hätten auf dem Gelände der Schachtanlage eine Sonde installiert, teilte die Behörde am Donnerstag mit. Die Maßnahme stehe im Zusammenhang mit dem geplanten Betreiberwechsel.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Salzgitter/Wolfenbüttel (ddp/sm) - Das Bundesamt soll zum Januar die Verantwortung für die Asse vom Helmholtz Zentrum München übernehmen. Ein förmlicher Kabinettsbeschluss dafür steht allerdings noch aus.

Die neue Sonde stehe direkt in der Hauptwindrichtung des Abluftsystems der Schachtanlage und messe die Gamma-Ortsdosisleistung (ODL). Über das Mobilfunknetz sei die Sonde mit der Messzentrale der Behörde verbunden. So würden Veränderungen der Werte ständig aktuell erfasst.

Gammastrahlen sind energiereiche elektromagnetische Wellen. Die Gamma-Ortsdosisleistung wird in der Einheit Mikrosievert pro Stunde angegeben. Die natürliche ODL schwankt in Deutschland nach Angaben des Bundesamts zwischen 0,05 und 0,17 Mikrosievert pro Stunde.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Atommüll

    Asse hätte nie Atomendlager werden dürfen

    In dem ehemaligen Salzbergwerk Asse bei Wolfenbüttel hätte nach den Erkenntnissen des Untersuchungsausschusses in Hannover niemals ein Atomendlager eingerichtet werden dürfen. Der Ausschuss des niedersächsischen Landtages schloss am Donnerstag nach mehr als drei Jahren, 71 Sitzungen und der Vernehmung von mehr als 50 Zeugen seine Arbeit ab.

  • Strom sparen

    Stark erhöhte Radioaktivität in der Asse (Upd.)

    Im Atommülllager Asse bei Wolfenbüttel ist die Radioaktivität vor einer Einlagerungskammer stark gestiegen. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) maß in einem Bohrloch vor der Kammer zwölf eine Aktivität von 240.000 Becquerel Cäsium 137 pro Liter, wie Behörden-Sprecher Werner Nording am Donnerstag mitteilte.

  • Hochspannungsleitung

    Abtransportierte Asse-Lauge kaum belastet

    Die vom Atommülllager Asse in andere Bergwerke transportierte Lauge war nach Angaben der Landesregierung kaum radioaktiv belastet. Die zulässigen Grenzwerte seien weit unterschritten worden, wie ein neues Gutachten zeige. Allerdings entsprächen die Laugenmengen nicht den vom Betreiber gemachten Angaben.

  • Stromnetz Ausbau

    Entscheidung über Asse wohl nicht mehr dieses Jahr

    Die Entscheidung über die Schließung des Atommülllagers Asse fällt nach Ansicht des Landkreises Wolfenbüttel wohl nicht mehr in diesem Jahr. Eine Prüfung möglicher Optionen müsse gründlich erfolgen und stehe erst am Anfang, teilte die vom Kreis eingesetzte Asse-Begleitgruppe kürzlich mit.

  • Hochspannungsmasten

    Asse-Kritiker dringen auf Vollzug des Betreiberwechsels

    Bürgerinitiativen dringen auf einen zügigen Vollzug des angekündigten Betreiberwechsels für das Atommülllager Asse. Die Übertragung der Verantwortung auf das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) ziehe sich "lähmend in die Länge", sagte der Sprecher des Koordinationskreises Asse II, Udo Dettmann.

Top