BfS lässt weitere Behälter für Transporte abgebrannter Brennelemente zu

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Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat die verkehrsrechtliche Zulassung für den deutschen Transportbehälter CASTOR S 1 neu erteilt und die Anerkennung der französischen Zulassungen für die Behälter TN 13/1 und TN 13/2 ausgesprochen. Diese Behälter werden für den Transport bestrahlter Brennelemente aus deutschen Atomkraftwerken zu den Wiederaufarbeitungsanlagen in Frankreich und Großbritannien eingesetzt. Die Zulassungen gelten befristet: für den CASTOR S 1 bis Mitte 2003 und für die TN-Behälter bis Mitte 2001.


Die Entscheidung des BfS erfolgte nach eingehender Überprüfung der vorgelegten Nachweise für die Einhaltung der verkehrsrechtlichen Anforderungen. Im Zentrum der Prüfungen stand die Einhaltung der Grenzwerte der nicht-festhaftenden Kontamination auf der Oberfläche der Behälter, insbesondere bei den sogenannten Stachelbehältern der französischen Bauart TN 13/1 und TN 13/2. Nach öffentlichem Bekanntwerden der erheblichen Kontaminationen an den Transportbehältern im Mai 1998 waren die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) und das Ökoinstitut Darmstadt mit der Begutachtung der jahrelangen Grenzwertüberschreitungen beauftragt worden. Sie erarbeiteten einen umfangreichen Katalog von Empfehlungen und Hinweisen zur Kontaminationsvermeidung, Kontaminationskontrolle und zu Meldepflichten. Nach Umsetzung der Empfehlungen des Gutachtens können in Zukunft die Kontaminationsgrenzwerte während des gesamten Transportvorgangs mit ausreichender Sicherheit eingehalten werden.


Dem BfS liegen derzeit Anträge auf Transporte mit diesen Behältern in die Wiederaufarbeitung aus den Atomkraftwerken Biblis und Philippsburg vor. Mit der Zulassung der Transportbehälter ist jedoch noch nicht die Beförderungsgenehmigung nach Paragraph 4 Atomgesetz verbunden, da hierfür noch weitergehende atomrechtliche Voraussetzungen erfüllt werden müssen.


Damit der CASTOR S1 für Transporte in ausländische Wiederaufarbeitungsanlagen eingesetzt werden kann, ist zudem eine Anerkennung (Validierung) der deutschen Zulassung in Frankreich und Großbritannien erforderlich, wie dies umgekehrt jetzt für den TN 13/1 bzw. 13/2 in Deutschland erfolgt ist.

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