Gewissheit

BfS-Gutachten: Castor-Behälter auch bei Sturz sicher

Ein vom Bundesamt für Strahlenschutz bei der Materialprüfanstalt Stuttgart in Auftrag gegebenes Gutachten zur Sicherheit von Castor-Behältern im Falle eines ungeschützten Absturzes beim Verladen im Zwischenlager Gorleben ergab, dass die Integrität der Behälter jederzeit gewährleistet ist.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Salzgitter (red) - Die Integrität von Castor-Behältern ist auch bei einem Absturz auf den Hallenboden des Zwischenlagers Gorleben jederzeit gewährleistet. Zu diesem Schluss kommt ein vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Auftrag gegebenes und jetzt veröffentlichtes Gutachten. Dabei untersuchten Experten der Materialprüfanstalt Stuttgart (MPA) das ungünstigste mögliche Sturzszenario eines Behälters im Zwischenlager Gorleben anhand neuester Rechenmethoden. Außerdem wurde bei den Betrachtungen ein Materialfehler beim Behälter unterstellt.

Das BfS hatte das Gutachten in Auftrag gegeben, nachdem 2002 die Fragestellung öffentlich diskutiert worden war, ob die Integrität des Castor-Behälters gefährdet wäre, falls der Behälter beim Abladevorgang in der Lagerhalle in Gorleben aus der höchstmöglichen Hebeposition ohne Stoßdämpfer auf den Hallenboden abstürzen würde. Obwohl der Behälter für dieses Szenario bereits ausgelegt war und das BfS keine Bedenken hinsichtlich der Integrität des Behälters hatte, wurde der Behälterabsturz im Auftrag des BfS nochmals von der bisher im Verfahren nicht beteiligten MPA und anhand neuer wissenschaftlicher Methoden untersucht.

Die MPA Stuttgart erhielt vom BfS den Auftrag, den Aufprall eines Behälters CASTOR-HAW 20/28 CG nach freiem Fall aus vier Metern Höhe ohne Stoßdämpfer auf den Betonboden der Halle in Gorleben mit der sogenannten Finite-Elemente-Methode, einer neuen, dynamischen Rechenmethode, rechnerisch darzustellen. Die zeitlichen Verläufe von Dehnungen, Spannungen und Verzögerungen für den gesamten Behälterkörper während des Stoßvorgangs wurden ermittelt. Die abschließende Bewertung ergab, dass bei einem unterstellten Absturz aus der höchstmöglichen Höhe senkrecht auf den Hallenboden der Zwischenlagerhalle Gorleben die Integrität des Behälters erhalten bleibt.

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