Mitreden

BfS: Grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfung für Zwischenlager

Ab 9. April können Bürger und Institutionen aus Österreich Einwendungen gegen die geplanten Zwischenlager an den Atomkraftwerken Biblis, Philippsburg, Neckarwestheim, Grafenrheinfeld, Gundremmingen und Isar/Ohu vortragen. Eingereicht wurden bereits 60 000 Anträge. Bereits bearbeitet wurden 180 000 Einwendungen aus Deutschland.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Am 9. April beginnt in München unter der Verantwortung des deutschen Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) die Erörterung der Einwendungen aus Österreich gegen die an sechs süddeutschen Atomkraftwerken geplanten Standort-Zwischenlager. Damit wird das Öffentlichkeitsbeteiligungsverfahren im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) über die Grenzen Deutschlands hinaus ausgeweitet.

Der Präsident des BfS, Wolfram König erklärt dazu: "Dieses Verfahren eröffnet auch der Bevölkerung und den staatlichen Stellen des Nachbarlandes die Chance, ihre Argumente in Zwischenlager-Genehmigungsverfahren einzubringen, denn mögliche Umweltauswirkungen machen vor Staatsgrenzen nicht halt." Nachdem die Regierung der Republik Österreich 2001 in Abstimmung mit dem BfS eine Beteiligung begehrt hatte, wurden von den Ländern Oberösterreich, Salzburg, Vorarlberg und Tirol sowie von in Österreich ansässigen Bürgern insgesamt etwa 60 000 Einwendungen gegen die Vorhaben an den Atomkraftwerken Biblis, Philippsburg, Neckarwestheim, Grafenrheinfeld, Gundremmingen und Isar/Ohu eingereicht. Zuvor sind bereits über 180 000 Einwendungen vor allem aus Deutschland bei sechs Erörterungsterminen vom Mai bis November 2001 behandelt worden.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Atommüll

    Asse hätte nie Atomendlager werden dürfen

    In dem ehemaligen Salzbergwerk Asse bei Wolfenbüttel hätte nach den Erkenntnissen des Untersuchungsausschusses in Hannover niemals ein Atomendlager eingerichtet werden dürfen. Der Ausschuss des niedersächsischen Landtages schloss am Donnerstag nach mehr als drei Jahren, 71 Sitzungen und der Vernehmung von mehr als 50 Zeugen seine Arbeit ab.

  • Hochspannungsmasten

    Atomkraftwerke werden vom Netz genommen - der aktuelle Stand

    Die Bundesregierung will alle 17 deutschen Atomkraftwerke in den nächsten drei Monaten einem eingehenden Sicherheitscheck unterziehen. Die sieben ältesten und der derzeit ohnehin stillgelegte Pannenreaktor Krümmel sollen in dieser Zeit vom Netz gehen. So sieht der aktuelle Stand bei der Abschaltung aus.

  • Strompreise

    BfS genehmigt Castortransporte

    Das Bundesamt für Strahlenschutz hat neben Castortransporten von Mühlheim-Kärlich und Philippsburg nach La Hague und von Unterweser nach Sellafield auch den Rücktransport von zwölf Behältern ins Endlager Gorleben genehmigt. Dieser Transporttermin muss mindestens sechs Monate vorher angemeldet werden.

  • Stromnetz Ausbau

    Robin Wood-Aktivisten stoppten Zug mit Atommüll

    Sechs Mitgliedern der Umweltorganisation ist es heute Nacht gelungen, den Zug aus dem AKW Krümmel für über drei Stunden zu blockieren. Vier Demonstranten ketteten sich mit Hilfe eines Stahlrohrs an den Schienen fest - sechs Personen wurden festgenommen.

  • Stromnetz Ausbau

    Castor-Transport unterwegs nach La Hague

    Seit gestern Nachmittag ist ein Transport mit abgebrannten Brennelementen in die französische Wiederaufarbeitungsanlage La Hague unterwegs.

Top