Grünes Licht

BfS genehmigt Zwischenlager Brokdorf und Brunsbüttel

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat Ende vergangener Woche den Betreibern der Atomkraftwerke Brokdorf und Brunsbüttel die Aufbewahrung abgebrannter Brennelemente für maximal 40 Jahre in Zwischenlagern am jeweiligen Kraftwerksstandort genehmigt. Damit hat das BfS neun der zwölf gestellten Zwischenlager-Anträge genehmigt.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Am Standort Brokdorf gestattet der Genehmigungsbescheid den Antragstellern "Kernkraftwerk Brokdorf GmbH & Co. oHG" und "E.ON Kernkraft GmbH" die Aufbewahrung der Brennelemente in einem Lagergebäude aus Stahlbeton in maximal 100 Transport- und Lagerbehältern. Ursprünglich hatten die Betreiber die Einlagerung von 1200 Tonnen Schwermetall beantragt.

Die Genehmigung für den Standort Brunsbüttel gestattet der "Kernkraftwerke Brunsbüttel GmbH & Co. oHG" die Einlagerung von maximal 80 CASTOR V/52-Behältern mit bis zu 450 Tonnen Schwermetallmasse. Hier wurde der Umfang der ursprünglich beantragten 1500 Tonnen Schwermetallmasse im Verlauf des Genehmigungsverfahrens um fast 70 Prozent reduziert.

Der Erteilung der Genehmigungen ging eine umfangreiche Beteiligung der Öffentlichkeit voraus. Die 1600 Einwendungen gegen das Brokdorfer und die 2300 Einwendungen gegen das Brunsbütteler Vorhaben wurden geprüft und im Genehmigungsbescheid behandelt. Für die Errichtung des Zwischenlagers Brunsbüttel liegt bereits eine baurechtliche Genehmigung der Stadt Brunsbüttel vor. Der Kreis Steinburg als örtliche Baubehörde für das Brokdorfer Vorhaben hat über den Bauantrag noch nicht entschieden.

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