Grünes Licht

BfS genehmigt Interimslager am Atomkraftwerk Krümmel

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat die vorübergehende Aufbewahrung abgebrannter Brennelemente in einem Interimslager auf dem Betriebsgelände des von der Kernkraftwerk Krümmel GmbH betriebenen Atomkraftwerks Krümmel genehmigt. Im Vorfeld hatten über 5000 Personen dagegen Einwendungen erhoben.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Die Genehmigung gestattet, in maximal zwölf Transport- und Lagerbehältern der Bauart CASTOR V/52 bestrahlte Brennelemente aus dem Atomkraftwerk Krümmel aufzubewahren. Das BfS hat die Genehmigung solange befristet, bis die am 30. November 1999 beantragte Genehmigung für das Standort-Zwischenlager Krümmel ausgenutzt werden kann und alle Behälter aus dem Interimslager in das Standort-Zwischenlager Krümmel eingelagert sind, längstens jedoch für einen Zeitraum von fünf Jahren ab der ersten Einlagerung eines Behälters in das Interimslager Krümmel.

Gegen das Vorhaben hatten im Vorfeld über 5000 Personen Einwendungen erhoben, in denen sie unter anderem die Nutzung der Atomenergie, befürchtete gesundheitliche Gefahren durch Strahlungsfreisetzung, mangelnde Sicherheit der Transport- und Lagerbehälter, zu geringe finanzielle Vorsorge zur Erfüllung der Schadensersatzverpflichtungen und den mangelnden Schutz gegen Störmaßnahmen und sonstige Einwirkungen von außen kritisierten. Neben diesen Punkten hat das BfS die Genehmigungsvoraussetzungen auch in Bezug auf die Zuverlässigkeit und Fachkunde der Antragstellerin, Niedrigstrahlung und das Krebsrisiko, Hochwasser und Auswirkungen eines Flugzeugabsturzes mit nachfolgendem Kerosinbrand geprüft. Diese - auch durch externe Gutachter unterstützten - Prüfungen haben zu einer Reihe von Festlegungen und Auflagen in dem Genehmigungsbescheid geführt. So wurden Auflagen zu Qualitätsstandards formuliert und die Sicherheit bei der Abfertigung fixiert, sowie die ständige Aktualisierung der Fachkunde der Mitarbeiter des Betreibers auferlegt.

Das BfS ist bei der Prüfung der Einwände dennoch zu dem Ergebnis gekommen, dass nach dem Stand von Wissenschaft und Technik Vorsorge getroffen und der Strahlenschutz für Personal und Bevölkerung gewährleistet ist.

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