Versteckte Gebühren

Bezahlverfahren von 30 Online-Shops im Check

Je nachdem, welches Bezahlverfahren man beim Online-Shopping wählt, können hohe Zusatzkosten anfallen. Die Stiftung Warentest hat 30 große Online-Shops daraufhin überprüft, darunter Anbieter wie Amazon, Otto und Zalando.

KreditvergleichDie Stiftung Warentest rät zu einem genauen Blick auf die Bezahlkonditionen und versteckte Kosten beim Online-Shopping.© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Berlin – Online-Shopping ist bequem: Einfach per Mausklick den gewünschten Artikel auswählen, bezahlen und er wird nach Hause geliefert. Nach Angaben der Stiftung Warentest kauft bereits jeder zweite Deutsche regelmäßig online ein. Allerdings sollten die Kunden beim Bezahlen auch auf versteckte Gebühren achten. Die Stiftung Warentest hat in ihrem aktuellen Heft (test 12/2015) die Bezahlverfahren von 30 großen Onlineshops unter die Lupe genommen. Darunter waren Unternehmen wie Amazon, Apple, Deutsche Bahn, Douglas, H&M, Otto, Tchibo und Zalando. Geprüft wurden unter anderem die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sowie die Bezahlverfahren in der Praxis.

Zusatzkosten für Versand und Kreditkarteneinsatz

Nach Angaben der Warentester können abhängig vom gewählten bzw. angebotenen Bezahlsystem unterschiedlich hohe Versandkosten oder Gebühren anfallen. Kunden sollten beachten, dass diese Kosten beim Kauf teurer Artikel schnell hohe zweistellige Beträge erreichen können. Es gibt inzwischen zahlreiche Bezahlverfahren: Neben den klassischen Wegen wie Bankeinzug, Nachnahme und Vorkasse finden sich unter anderem auch die Zahlung per Kreditkarte oder per Paypal.

Die Stiftung Warentest empfiehlt den Kauf per Rechnung, da dies eine sehr sichere Zahlungsweise sei. Allerdings bot nur ein Drittel der untersuchten Shops den Kauf auf Rechnung uneingeschränkt an. Nicht ratsam sei die Zahlung per Vorkasse: Kommt es zu Problemen, kann das Geld möglicherweise nur schwer zurückgeholt werden – oder ist im schlimmsten Fall sogar ganz verloren.

Digitales Bezahlen oft mit Herausgabe persönlicher Daten erkauft

Auf dem Vormarsch ist das schnelle digitale Bezahlen über Dienste wie Paypal. Die Kehrseite der Medaille: Der Kunde muss persönliche Daten weitergeben – was der Bezahldienstleister mit diesen Daten macht, bleibt meist unklar. Wer möglichst anonym im Netz shoppen will: Es gibt auch Online-Händler, die Bestellungen als Gast ohne Registrierung ermöglichen. Aber auch hier gilt: Große Anbieter wie Amazon, Otto und Zalando erlauben keinen anonymen Online-Kauf.

Der komplette Test der Online-Bezahlsysteme durch die Stiftung Warentest ist bereits online auf der Webseite der Warentester kostenpflichtig abrufbar.

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