Regierungswechsel

Bewegung im russisch-ukrainischen Gaskonflikt

Bei seinem Antrittsbesuch in Moskau verhandelte das ukrainische Staatsoberhaupt Viktor Janukowitsch über weitere Gaslieferungen, er verhandelte jedoch nicht mit Präsident Medwedew über den Gaspreis. Seitdem Russland im Januar 2009 den Gashahn zugedreht hatte, muss Kiew den Weltmarktpreis zahlen.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Moskau (red) - Der neue als pro-russisch geltende Prasident Viktor Janukowitsch versucht die Beziehung zu Russland zu verbessern. Durch ihre pro-westliche Einstellung verärgerten Janukowitschs Vorgänger immer wieder Russland, was daraufhin mit einer Erhöhung des Gaspreises reagierte. Nun sollen die Wogen wieder geglättet werden.

Grundpreis für Gas sei zu hoch

Janukowitsch möchte beim nächsten Besuch Medwedews in Kiew einen neuen Grundpreis für Gas verhandeln. Außerdem möchte er ein Konsortium unter der Beteiligung von russischen und europäischen Firmen zusammenstellen, welches künftig die Pipelines betreiben, jedoch nicht besitzen soll.

Mögliche Verluste für die Ukraine

Hält Russland an seiner Entscheidung fest, künftig Gas über Pipelines durch das schwarze Meer und die Ostsee zu leiten, bedeutete das für Kiew, dass die Transiteinnahmen deutlich sinken würden. Ob der Gasstreit in eine neue Runde geht, ist also weiter offen.

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