Bewegung im Fall Bewag: Diepgen zieht einstweilige Verfügung zurück/ E.ON will gegen Southern Energy vorgehen

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com
Nach Informationen der Financial Times Deutschland will das Land Berlin in dieser Woche die einstweilige Verfügung gegen den Verkauf der Bewag-Anteile an HEW/Vattenfall zurück ziehen. Dies hatte Berlins Regierender Bürgermeister Eberhard Diepgen schon am vergangenen Freitag nach einem Gespräch mit HEW und Vattenfall angekündigt.


Sowohl der Berliner Senat als auch der amerikanische Energiekonzern Southern Energy hatten gegen den geplanten Verkauf des 49-prozentigen E-ON-Anteils an der Bewag an HEW eine einstweilige Verfügung beantragt und die Transaktion damit blockiert. Als Grund für den Stimmungswechsel nannte Diepgen nun die Zusage der nordischen Stromkonzerne HEW und Vattenfall, den Sitz des vierten großen Stromversorgers in Deutschland in Berlin einzurichten. Auch E.ON hätte zugesichert, Arbeitsplätze in Berlin zu erhalten. Aus Insiderkreisen verlautete, dass der Senat eine Isolierung der Bewag im Bieterrennen um die VEAG befürchtet, wenn eine HEW-Beteiligung weiterhin verhindert wird.


Währenddessen hat die E.ON Energie AG Widerstand gegen die einstweilige Verfügung von Southern Energy angekündigt. Wie die "Berliner Zeitung" berichtet, soll das amerikanische Unternehmen eventuell auch auf Schadensersatzansprüche verklagt werden. Die Möglichkeiten würden derzeit geprüft.

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