Bilanz

Bewag zum Geschäftsjahr 2000/2001: Umsätze bei Strom und Wärme gestiegen

Die Berliner Bewag konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr ihre Umsatzerlöse vorallem im Strom- und Wärmegeschäft steigern. Es soll eine Dividende von 0,58 Euro pro Aktie gezahlt werden.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Der Berliner Energieversorger Bewag hat trotz verschärfter Marktbedingungen im abgelaufenen Geschäftsjahr spürbare Erfolge erzielt: Im Strom- und Wärmegeschäft sind die Umsatzerlöse gestiegen, so dass der Jahresüberschuss um 20 Millionen Euro auf 148 Millionen Euro verbessert werden konnte. Hieraus ergibt sich eine von 7,5 Prozent auf 8,4 Prozent erhöhte Eigenkapitalrendite.

Der Bilanzgewinn nahm gegenüber dem Vorjahr nochmals geringfügig auf 130 Millionen Euro zu. Er soll zur Zahlung einer leicht erhöhten Dividende von 0,58 Euro je Aktie (Vorjahr 0,57 Euro) auf das voll gewinnberechtigte Grundkapital von 582 Millionen Euro verwendet werden. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und sämtlichen Abschreibungen) verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr geringfügig um 0,8 Prozent auf 576 Millionen Euro. Um den gestiegenen Informationsbedürfnissen der Kapitalmärkte und internationaler Investoren besser gerecht zu werden, hat Bewag für das Geschäftsjahr 2000/01 eine Überleitungsrechnung gemäß US-amerikanischen Rechnungslegungsstandards (US-GAAP) erstellt. Danach beträgt der Überschuss 348 Millionen Euro.

Anders als in den Vorjahren weist das Unternehmen die Geschäftsentwicklung im Stromvertrieb und im Stromhandel separat aus. Der Stromabsatz des Vertriebes ist im Berichtsjahr leicht um 0,3 Prozent gestiegen. Geringe Absatzeinbußen durch Kundenverluste in Berlin wurden durch neue überregionale Stromkunden ausgeglichen. Die Umsatzerlöse des Stromvertriebes lagen mit 1205 Millionen Euro um 8,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Stromhandel wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr erheblich ausgebaut. Der Absatz durch abgerechnete Stromhandelsgeschäfte, die nicht der eigenen Beschaffung dienten, lag im Geschäftsjahr bei 12 896 Gigawattstunden. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Handelsvolumen damit mehr als verzehnfacht. Der überwiegende Teil der Handelsgeschäfte wird außerhalb der Strombörsen in Frankfurt und Leipzig abgewickelt. Insgesamt erreichte der Stromhandel einen Umsatz von 306 Millionen Euro. Neben Strom für die Berliner Kunden wurden in den Bewag-Netzen insgesamt 1119 Gigawattstunden Strom für andere Lieferanten transportiert. Der Jahresumsatz aus dem Netzgeschäft mit Dritten lag bei 49 Millionen Euro.

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