Jetzt ist es amtlich

Bewag-Kaufvertrag von HEW und Mirant unterzeichnet

Gestern trafen sich die Chefs der Stromkonzerne HEW und Mirant in Berlin, um die Zukunft der Bewag zu besiegeln. Beide Unternehmen halten jetzt 43 Prozent am Berliner Stromversorger.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Ab jetzt soll alles wieder in geregelten Bahnen verlaufen: Nach monatelangen Auseinandersetzungen im Zuge der Neustrukturierung des deutschen Strommarktes haben die neuen Bewag-Eigner Hamburgische Electricitätswerke AG (HEW) und der US-Konzern Mirant die Anteilsstruktur gestern vertraglich geregelt.

E.ON und RWE mussten im Zuge ihrer Fusionen ihre Anteile an der Bewag verkaufen und hatten sich dafür die HEW AG ausgesucht. Mirant, vormals Southern Energy, zeigte sich als weiterer Bewag-Anteilseigner jedoch mit einer Vormachtsstellung der HEW nicht einverstanden und blockierte die Transaktion mit einstweiligen Verfügungen. Kürzlich einigten sich beide Unternehmen auf jeweils 43 Prozent an der Bewag. Dies wurde gestern besiegelt. In diesem Zusammenhang verlangte der europäische Mirant-Chef Barney Rush eine rasche Ausarbeitung des Konsortialvertrags über die Führung des Berliner Regionalversorgers. Der nächste Schritt müsse dann die Bildung der sogenannten "vierten Kraft" auf dem deutschen Strommarkt sein. HEW, Bewag, VEAG und Laubag wollen sich dazu zu einem nordostdeutschen Stromkonzern zusammenschließen.

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