Bewag gestattet LichtBlick die Durchleitung

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
Ab Januar 2000 wird Licht-Blick - die Zukunft der Energie GmbH rund 100 Haushalte in Berlin mit umweltfreundlichem Strom versorgen. Die Bewag, als örtlicher Netzbetreiber und bisheriger Versorgungsmonopolist, öffnet damit erstmalig ihr Stromnetz für neue Anbieter. Diese Marktöffnung bleibt derzeit auf den Qualitätsmarkt des umweltfreundlich erzeugten Stroms beschränkt. Die Auswahl der Anbieter, die jetzt in Berlin ihre Kunden mit Öko-Strom versorgen können, hat die Bewag in Zusammenarbeit mit der Umweltstiftung WWF-Deutschland vorgenommen. Grundlage der Entscheidung waren Kriterien, die das Öko-Institut erarbeitet hatte. "Wir freuen uns doppelt," so Gero Lücking, Leiter der Strombeschaffung und -versorgung bei LichtBlick. "Von unabhängiger Seite wurde uns die besondere Qualität unseres Angebots nochmals bestätigt und wir können endlich auch unsere Kunden in Berlin versorgen. Ab Anfang Februar werden wir die Versorgung unserer Berliner Gewerbe- und Firmenkunden aufnehmen," so Gero Lücking.


LichtBlick bietet einen TÜV-zertifizierten Strom, der zu mindestens 50 % in neuen regenerativen Anlagen und zu maximal 50 % in neuen umwelt-freundlichen Kraftwerken der Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt wird. Gegenüber dem Tarif "Berlin Klassik" der Bewag sparen LichtBlick-Kunden bei durchschnittlichen Jahresstromverbrauchen von Haushalten rund 10 %, gegenüber dem von der Bewag angebotenen "ÖkoPur"-Tarif sind es sogar bis zu 40 %.


Eine Marktöffnung für alle Anbieter wird es in Berlin nach Auskunft der Bewag voraussichtlich erst im Jahr 2001 geben. Grund für diese gegenüber dem Bundesgebiet stufenweise Liberalisierung des Strommarktes in Berlin sind von der Bewag geltend gemachte, historisch bedingte technische Restriktionen im Betrieb des Stromnetzes.

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