Definitiv

Bewag erhöht Strompreise zum 1. Januar 2005

Noch bevor die öffentliche Diskussion über die geplanten Strompreiserhöhungen abgeebbt ist, macht die Berliner Bewag Nägel mit Köpfen und gibt erste Preisänderungen zum 1. Januar bekannt. Die Erhöhung für den Allgemeinen Tarif wurde bereits eingereicht, aber von der zuständigen Stelle noch nicht genehmigt.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Ab 1. Januar 2005 gelten für Sondervertragskunden der Bewag in den Bereichen Haushalt und Gewerbe neue Strompreise. Betroffen sind die Stromprodukte "BerlinKlassik Plus", "MultiConnect" und "BewagProfi Plus". Ob auch die Allgemeinen Tarife "BerlinKlassik" und "BewagProfi" erhöht werden, steht noch nicht fest, ein Antrag dazu liegt der Preisgenehmigungsbehörde im Berliner Senat jedoch bereits vor. Der Preis für "ÖkoPur" bleibt jedoch konstant.

Damit reagiert auch Bewag eigenen Angaben zufolge auf deutlich gestiegene Kosten bei der Stromerzeugung und -beschaffung. Zwölf Prozent aller Haushalts- und Gewerbekunden sind nun von den bevorstehenden Änderungen betroffen. Sie werden in den nächsten Wochen schriftlich von der Bewag informiert.

Strom im Tarif "BerlinKlassik Plus" kostet ab 1. Januar 2005 dann anstatt 14,92 Cent pro Kilowattstunde 16,10 Cent. Der Grundpreis sinkt von monatlich 10 auf 7,80 Euro. Bei "MultiConnect" steigt der Kilowattstundenpreis von 13,52 Cent auf 15,82 Cent, die monatliche Grundgebühr sinkt von 11,50 Euro auf 7,80 Euro.

Weiterführende Links
  • Strompreisvergleich - hier klicken
Das könnte Sie auch interessieren
  • Stromkosten

    Deutsche arbeiten jährlich 65 Stunden für Strom

    Strom ist in den vergangenen zehn Jahren erheblich teurer geworden. Weil die Lohnsteigerung im selben Zeitraum die Kosten nicht ausgleicht, müssen Arbeitnehmer einer Analyse zufolge mehr arbeiten, um die Stromrechnung decken zu können.

  • Strompreiserhöhung

    Vergleich: Belastung durch Stromkosten im Osten deutlich höher

    Bei den Stromkosten trifft es Verbraucher im Osten des Landes deutlich härter als im Westen. Das liegt zum einen daran, dass die Strompreise variieren. Zum anderen fällt wegen der unterschiedlich hohen Gehälter die Belastung für Ostdeutsche aber noch höher aus.

  • Stromtarife

    Verbraucherverbände: Energiepreise könnten in Milliardenhöhe sinken

    Mit einer effektiveren Regulierung und "Consumer Watchdogs" könnten die Strom- und Gaspreise in Deutschland allein für Privathaushalte um elf Milliarden Euro gesenkt werden. Davon ist jedenfalls der Verbraucherzentrale Bundesverband überzeugt und will von der Politik in wichtige Entscheidungen stärker einbezogen werden.

  • Stromtarife

    Verbraucherschützer: Erhöhte Strompreise nur unter Vorbehalt zahlen

    Der Energierechtsexperte Franz Jürgen Säcker von der Freien Universität Berlin empfiehlt von Strompreiserhöhungen betroffenen Verbrauchern in "Focus Money", vom Versorger zunächst eine Begründung zu verlangen. Von einer völligen Zahlungsverweigerung rät der Professor jedoch ab.

  • Stromtarife

    Hustedt fordert Änderungen am EnWG-Entwurf / E.ON-Chef will keine höheren Strompreise

    Auch am Wochenende ging die Diskussion über die geplante Erhöhung der Strompreise weiter: Während die Energieexpertin von Bündnis 90/Die Grünen, Michaele Hustedt, im "Focus" eine Vorab-Kontrolle der Preise forderte, fühlt sich Energiegigant E.ON "zu Unrecht angegriffen".

Top