Bewag beendet "DüNE"-Projekt

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com
Die Berliner Bewag hat ihr bisheriges Engagement im Projekt "Datenübertragung über Niederspannungsenergienetze (DüNE)" zum 1. Oktober 1999 durch Management-Buy-Out an die Erfinder beendet. Damit endet auch die in den vergangenen Jahren zur Entwicklung dieses Projekts betriebene Zusammenarbeit der Bewag mit der Hamburgischen-Electricitätswerke-Aktiengesellschaft (HEW) und der Gas-Elektrizitäts- und Wasserwerke Köln Aktiengesellschaft (GEW).



Mit der dabei entwickelten Technik können elektronische Steuerungsimpulse und Telekommunikationsdaten über gewöhnliche 230-Volt-Stromleitungen übertragen werden. Im Feldversuch wurde die technologische Umsetzbarkeit dieses Konzeptes nachgewiesen. Um das Verfahren marktreif zu entwickeln, sind allerdings noch weitere umfangreiche Forschungsaktivitäten erforderlich.



Die Bewag will sich künftig auf ihre Kerngeschäfte Strom und Wärme konzentrieren. Zudem verfügt das Unternehmen über keinerlei Erfahrung in der Technologieentwicklung und -produktion derartiger High-Tech-Verfahren und sieht daher in einer eigenständigen Betätigung in "DüNE" keine Zukunft.



Die Bewag hat daher im zurück liegenden Jahr mit zahlreichen Unternehmen Gespräche über eine gemeinschaftliche Fortsetzung des Projektes bis hin zur Marktreife geführt. Dabei wurden die gewünschten Technologiepartner auch im Rahmen einer internationalen Investorenkonferenz nicht gefunden. Dennoch würden die Chancen für die "DüNE"-Weiterentwicklung auch weiterhin als gut eingeschätzt. Insbesondere werde erwartet, dass diese Technologie in Schwellenländern zum Einsatz kommen kann, in denen kein ausgebautes Telekommunikationsnetz vorhanden ist.



Deshalb hat sich die Bewag nun entschieden, die Technologie zur Weiterentwicklung an die Erfinder zu übergeben. Auskünfte über das weiterführende Entwicklungsvorhaben sind erhältlich in Berlin bei Frank Brandt von der CONAXION GmbH unter der Rufnummer 030-71590140, Fax 030-71590159.

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