Potenzial

Betriebe könnten Milliarden an Energiekosten sparen

NRW-Infrastrukturminister Dr. Axel Horstmann nutzte heute die Jahrespressekonferenz der Energieagentur NRW in Wuppertal, um eine positive Bilanz zu ziehen: "Die Energieagentur NRW berät seit 15 Jahren erfolgreich in Fragen der Energieeffizienz, des Energiemanagements und der Nutzung erneuerbarer Energien."

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Wuppertal (ddp-nrw/sm) - In den deutschen Unternehmen schlummert immer noch ein enormes Potenzial an Möglichkeiten zur Energieeinsparung. Nach Berechnungen der Energieagentur (EA) Nordrhein-Westfalen könnten die Betriebe bundesweit jährlich 14,5 Milliarden Euro an Energiekosten einsparen. Diese Einsparmenge von mehr als 500 Terawattstunden entspreche dem jährlichen Stromverbrauch von 100 Städten in der Größenordnung von Köln, teilte die Agentur am Freitag in Wuppertal mit.

Im vergangenen Jahr standen die 46 Mitarbeiter der Energieagentur in 24 000 Fällen Firmen, Kommunen und Privatleuten bei Fragen zur Energieeinssparung mit Rat und Tat zur Seite. Vor allem wegen der deutlichen Verteuerung von Energie sei damit die Zahl der Anfragen im Vergleich zu 2003 um 5000 gestiegen, hieß es. Die Agentur wurde 1990 vom NRW-Wirtschaftsministerium als neutrale und nicht kommerzielle Institution in allen Fragen rund um den Faktor Energie ins Leben gerufen.

Mit zu den wichtigsten Energiethemen der Zukunft zählte Landesinfrastrukturminister Axel Horstmann (SPD) bei der Vorstellung der EA-Bilanz den zahlenmäßigen Ausbau der Erdgasfahrzeuge in NRW. Deutschland müsse von der "katastrophalen Mineralölabhängigkeit" der Fahrzeuge wegkommen. Bis 2007 solle es deutschlandweit 1000 Erdgastankstellen geben, davon 270 in NRW.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Wärmebild

    Die vier größten Irrtümer bei der Sanierung von Häusern

    Beim Stichwort "energetische Gebäudesanierung" denken die meisten an gut gedämmte Häuser mit geringen Energiekosten, an den Abschied von alten, zugigen Fenstern und an Wärme aus erneuerbaren Energien. Stimmt das? Denn manch einer fragt sich, ob das Haus nachher wirklich besser aussieht als vorher und ob sich der ganze Aufwand finanziell lohnt.

  • Hochspannungsleitung

    Atlas soll Potenziale für Ökostrom-Ausbau darlegen

    Kommunen im Südwesten bekommen mehr Unterstützung des Umweltministeriums beim Bau von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien. Das Ministerium gab bei der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) die Erstellung eines sogenannten Potenzialatlanten erneuerbare Energien in Auftrag.

  • Stromtarife

    Wettbewerb "Klimaschutz und Klassenkasse" an Schulen in NRW

    Der von der Energieagentur NRW und NRW-Infrastrukturminister Horstmann ausgerichtete Wettbewerb soll Schüler und Schülerinnen zum bewussten Umgang mit Energie motivieren und entlastet dabei auch die Haushaltskassen. So konnten bisher jährlich drei Millionen Euro Energiekosten an Schulen eingespart werden.

  • Stromtarife

    Rewe West spart den Stromverbrauch von 60 Kölner Haushalten

    Ziel der Aktionswoche "E-Fit" in der Rewe-Niederlassung West vom 8. bis 12. November ist es, den jährlichen Stromverbrauch der Rewe-Niederlassung um etwa 200 000 Kilowattstunden zu senken. Bürorundgänge, Energiequiz, Ideenwettbewerb und ein zentraler Informationsstand sollen die Mitarbeiter sensibilisieren.

  • Energieversorung

    Energieverwendung als Rationalisierungsreserve

    Nordrhein-Westfalens Infrastrukturminister Dr. Axel Horstmann hat am gestrigen Dienstag energetisch vorbildliche Betriebe in Hamm und Waltrop besucht. "Jede nicht benötigte Kilowattstunde", so der Minister, "stärkt die Wirtschaftlichkeit der Unternehmen und schützt das Klima".

Top