Gegendarstellung

best energy widerspricht Stadtwerken Elbtal

"Haben Kunden sehr wohl per Netznutzung mit Strom beliefert" - Nils Wagener: "Rückzug der Berufung erfolgte aus taktischen Gründen".

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com
Mit einer Gegendarstellung hat best energy auf die heute von den Stadtwerken Elbtal veröffentlichte Mitteilung reagiert, wonach man den Strom von best energy ohne Netznutzungsvertrag nicht durchleiten müsse.

"Entgegen der Darstellung hat die best energy die Kunden sehr wohl per Netznutzung mit Strom beliefert. Es gab sogar Verträge diesbezüglich zwischen den Netzbetreibern und best energy. Einzig der Vertragspunkt 'Netznutzungsverträge mit den Kunden' war Streitgegenstand. Hier hatte die best energy versucht, per einstweiliger Verfügung den Passus aus dem Vertrag herauszuklagen", nahm Nils Wagener, Bereichsleiter Informationstechnologie & Strom-/Netzmanagement bei best energy, gegenüber dem strom magazin Stellung.

Nach einer Ablehnung durch das Landesgericht Leipzig habe man die Berufung vor dem LG "aus taktischen Gründen" zurückgezogen, da diese Berufung wegen der kurzen Vertragslaufzeit mit den Netzbetreibern höchstwahrscheinlich auch abgelehnt worden wäre. Der Tenor des Gerichts sei gewesen, dass es keines einstweiligen Rechtsschutzes bedürfe, da der Vertrag kurzfristig kündbar und dann neu verhandelbar sei und das bisherige Verfahren der Durchleitung schon länger zwischen den Parteien praktiziert worden wäre.

"Wir entschlossen uns die Berufung zurückzuziehen und den Vertrag ordnungsgemäß zu kündigen. Dieser Schritt ist erstens preiswerter und zweitens hat dieser Schritt vor Gericht im Streitfall höhere Aussichten auf Erfolg", so Wagener.

Nach mehrmaligen Telefonaten mit den Stadtwerken Elbtal sei man sich bei best energy klar geworden, dass das Vorgehen dort "inhaltlich nicht verstanden" würde. "Somit ist diese Pressemitteilung für uns nicht verwunderlich. Wir überlegen uns, ob wir gegen diese Falschdarstellung rechtlich vorgehen werden", so Wagener.

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