Anstieg geht weiter

Besonders Energiekosten treiben Erzeugerpreise hoch

Die auf dem Weltmarkt stark gestiegenen Rohölpreise schlugen sich auch im März dieses Jahres in einer weiteren spürbaren Verteuerung der Mineralölerzeugnisse nieder. Sie legten um 15,0 Prozent gegenüber März 2004 und 6,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat zu. Auch alle anderen Energiearten wurden teurer.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Wiesbaden (ddp/sm) - Vor allem der Anstieg der Energiepreise hat im März die deutschen Erzeugerpreise auf hohem Niveau gehalten. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag meldete, lagen sie um 4,2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Bereits für Februar war dieser Wert registriert worden, nach einer Jahresveränderungsrate von 3,9 Prozent im Januar. Im Vergleich zum Vormonat wurde im März ein Plus der Erzeugerpreise von 0,6 Prozent ermittelt.

Die nochmalige Verteuerung der Energie lag im März laut Bundesamt bei zehn Prozent zum Vorjahr und bei 2,0 Prozent gegenüber dem Vormonat. Ohne die Energiekosten stiegen die Erzeugerpreise gegenüber dem Vorjahresmonat nur um 2,6 Prozent.

Die auf dem Weltmarkt stark gestiegenen Rohölpreise schlugen sich in einer weiteren spürbaren Verteuerung der Mineralölerzeugnisse nieder. Sie legten um 15,0 Prozent gegenüber März 2004 und 6,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat zu. Auch für alle anderen Energiearten mussten die Abnehmer mehr bezahlen als im März 2004. Der Preisanstieg betrug bei Steinkohle 22,2, bei Erdöl aus inländischer Förderung 48,0, bei Strom 3,7 Prozent, bei Erdgas 13,4 und bei Fernwärme 5,3 Prozent.

Auch die Preissteigerungen bei Walzstahl setzten sich im März fort. Gegenüber dem Vormonat war ein Anstieg um 0,7 Prozent und im Jahresvergleich ein Plus von 34,1 Prozent zu verzeichnen. Bei Kautschuk, Chemikalien, Maschinen für die Metallerzeugung sowie Papier zeigte die Erzeugerpreiskurve ebenfalls nach oben.

Billiger als vor einem Jahres waren im März unter anderem elektronische Bauelemente (minus 20,0), Futtermittel für Nutztiere (minus 15,4), Datenverarbeitungsgeräte und -einrichtungen (minus 13,6) sowie pflanzliche und tierische Öle und Fette (minus 8,2 Prozent).

Das könnte Sie auch interessieren
  • Konsum

    Inflation: Verbraucherpreise steigen wieder

    Die Inflation zieht wieder an: Die Verbraucherpreise sind im Oktober noch einmal um 0,8 Prozent gestiegen, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Vor allem die höheren Mieten sind Grund für die Teuerung.

  • Energietarife

    Heizkosten-Vergleich: Wie hoch ist der Verbrauch bei anderen?

    Wie hoch die Heizkosten sind, hängt davon ab, wie teuer Öl, Gas etc. sind. Ganz wesentlich ist aber auch, wie hoch der Verbrauch ist. Mit dem neuen Heizspiegel kann der eigene Verbrauch mit dem anderer Haushalte verglichen werden.

  • Hochspannungsmasten

    Gesamtdarstellung: Energiewirtschaftsrecht von Michael Lippert

    Staatssekretär a.D. und Rechtsanwalt Dr. Michael Lippert hat mit dem im Fachverlag Deutscher Wirtschaftsdienst erschienenen "Energiewirtschaftsrecht" eine Gesamtdarstellung für Wissenschaft und Praxis herausgegeben. Dabei geht es nicht nur um Strom und Gas sondern u.a. auch um Berg- und Anlagenbau.

  • Stromnetz Ausbau

    Verbraucherpreise verharren im März auf hohem Niveau

    Mineralölprodukte und alle anderen Energieträger wirken sich weiterhin preistreibend auf die Jahresteuerungsrate der Verbraucherpreise in Deutschland aus. Die Preise für für Strom (plus 4,1 Prozent), Gas (plus 7,5 Prozent) und Zentralheizung, Fernwärme (plus 8,1) lagen im März 2005 deutlich höher als ein Jahr zuvor.

  • Strom sparen

    Fünf Jahre Erneuerbare-Energien-Gesetz

    Heute vor fünf Jahren trat in Deutschland des Gesetz zur Förderung des Ausbaus erneuerbarer Energien in Kraft. In den Augen des Bundesverbandes Erneuerbare Energie wird seitdem Erfolgsgeschichte geschrieben, denn das Gesetz habe geschafft, "worum uns andere Länder beneiden".

Top