Vergütung sinkt

Besitzer von Solaranlagen bekommen ab Januar weniger Geld

Besitzer neuer Solaranlagen erhalten ab dem kommenden Jahr weniger Geld für den von ihnen produzierten Strom. Die so genannte Einspeisevergütung sinkt zum 1. Januar um 15 Prozent, wie die Bundesnetzagentur am Donnerstag mitteilte. Die Vergütung wird zusätzlich gekürzt, wenn die Leistung neuer Anlagen bestimmte Grenzen überschreitet.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Bonn (afp/red) - Die Betreiber erhalten dann je nach Standort und Größe ihrer Solarstrom-Anlage zwischen 17,94 und 24,43 Cent je Kilowattstunde Strom, die sie ins öffentliche Stromnetz einspeisen. Wessen Solaranlage schon vor dem 1. Januar 2012 ans Netz gegangen ist, der erhält weiterhin seine bisherige Einspeisevergütung.

Solarenergie wird inzwischen geringer vergütet

Mit der Einspeisevergütung wird der Ausbau erneuerbarer Energien gefördert, um diese trotz bislang höherer Kosten konkurrenzfähig zu machen. Besitzern etwa von Solaranlagen oder Windrädern wird die zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Anlage gültige Vergütung über 20 Jahre hinweg garantiert. Bis vor kurzem lag die Einspeisevergütung noch über 40 Cent je Kilowattstunde - das machte die Installation einer Solaranlage auf dem eigenen Hausdach auch finanziell zu einer attraktiven Investition.

Wie das Vergütungsprinzip aufgebaut ist

Die Vergütungssätze für Solarenergie sinken jedes Jahr zum 1. Januar um neun Prozent, zusätzlich werden sie gekürzt, wenn die Leistung neuer Anlagen bestimmte Grenzen überschreitet. Zwischen 1. Oktober 2010 und 30. September 2011 wurden laut Bundesnetzagentur Anlagen mit einer Leistung von 5200 Watt hinzugebaut. Da ab 4500 Watt Zubau zusätzliche sechs Prozentpunkte Kürzung fällig werden, sinkt die Vergütung nun entsprechend um 15 Prozent. Maximal wäre eine Kürzung um 24 Prozent möglich gewesen.

Kostenloser Photovoltaik-Rechner

Tipp: Über den Photovoltaik-Rechner von Strom-Magazin.de können Sie selbst kostenlos ausrechnen, ob sich eine Solaranlage für Sie rentiert - unabhängig von Bundesland oder Standort. Der Rechner kann auch von Gewerbetreibenden genutzt werden, um einen ersten Eindruck von den Möglichkeiten zu bekommen. Darüber hinaus gibt es für Großaufträge oft spezielle Konditionen, die meist Verhandlungssache sind.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Hochspannungsleitung

    Eingriffe in das Stromnetz verteuern Strompreis

    Eingriffe in das Stromnetz durch die Netzbetreiber werden immer häufiger notwendig. Das kommt auch dem Verbraucher teuer zu stehen, denn die sogenannten "Redispatchmaßnahmen" werden letztendlich über den Strompreis finanziert.

  • Solaranlage

    Eigene Photovoltaikanlage: Netzbetreiber wollen Beihilfen zurück

    Rund 4.500 Ökostrom-Erzeuger sollen ihre Photovoltaikanlage im vergangenen Jahr zu spät bei ihrem Stromnetzbetreiber angemeldet haben. Deshalb sollen sie seitens des Netzbetreibers geleistete Beihilfen zurückzahlen. Entscheiden werden die Gerichte.

  • Strom sparen

    Erstes Ökostrom-Hybridkraftwerk startet in der Uckermark

    Das weltweit erste treibhausgasfreie Hybridkraftwerk hat am Dienstag in der Nähe von Prenzlau den Betrieb aufgenommen. Es soll auch in windarmen Zeiten Strom aus erneuerbaren Energien liefern und so deren Wirtschaftlichkeit steigern. So soll Ökostrom aus einer Hand angeboten werden.

  • Hochspannungsmasten

    Ökostrom-Umlage steigt 2012 nur leicht an (Upd.)

    Die Umlage für erneuerbare Energien wird im kommenden Jahr nur leicht steigen. Die von den Stromkunden zu bezahlende Abgabe klettere um 0,062 Cent auf 3,592 Cent pro Kilowattstunde, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus Branchenkreisen. Im vergangenen Jahr war sie noch um mehr als 70 Prozent in die Höhe geschossen.

  • Hochspannungsleitung

    Mini-Kraftwerke sollen zwei Atommeiler ersetzen

    172 Wohnungen in Celle werden seit Mittwoch mit Strom und Wärme von so genannten Zuhause-Kraftwerken versorgt. Diese gelten als besonders effizient; überschüssiger Strom wird ins Netz eingespeist. VW und Lichtblick wollen insgesamt 100.000 solcher Anlagen bauen und damit zwei Atomkraftwerke ersetzen.

Top