"Berliner Zeitung": HEW-Chef geht von einem Einstieg bei der VEAG aus

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Der Vorstandssprecher der Hamburgischen Electricitäts-Werke AG (HEW) Manfred Timm zeigt sich in der heutigen Ausgabe der "Berliner Zeitung" zuversichtlich. Er geht davon aus, dass das Bundeskartellamt seine Bedenken beim geplanten Einstieg seines Unternehmens bei VEAG und Laubag bald vergisst. "Von allen Unternehmen, die für VEAG und Laubag geboten haben, wurden die Kriterien des Kartellamts von den HEW bei weitem am besten erfüllt", begründet Timm seine Hoffnung. Das Bundeskartellamt hatte sich zu Beginn des Jahres zweifelnd über den VEAG-Verkauf an HEW geäußert. Die Bedenken der Wettbewerbshüter betreffen insbesondere die Kundenzahlen, die für eine Konkurrenz zu RWE, E.ON und EnBW nicht ausreichten. Um diese Lage zu verbessern, hätte HEW auch den ostdeutschen Regionalversorger "Envia" kaufen sollen, der sich nach wie vor im Besitz der RWE AG befindet. Einen Umschwung der Lage könnte jedoch auch die volle Einbeziehung der Bewag geben, die etwa zwei Millionen Kunden einbringen würde.


Aus VEAG, Laubag, HEW und auch der Berliner Bewag soll Deutschlands viertgrößter Stromkonzern entstehen. Allerdings besteht Manfred Timm auf eine "klare Führungsstruktur" und eine HEW-Mehrheit bei der Bewag, die noch immer vom amerikanischen Konzern Mirant (ehemals Southern Energy) durch eine einstweilige Verfügung blockiert wird. Falls Mirant nicht einlenke, werde sein Konzern die Berliner Bewag notfalls auch als Konkurrenten betrachten.

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