Auf Einladung der dena

Berliner Energietage 2004 eröffnet

Vom heutigen Montag bis zum Mittwoch dieser Woche diskutieren in der Bundeshauptstadt mehr als 2000 Fachleute über energiebezogene Strategien und Konzepte. Ein Schwerpunktthema sind Perspektiven von Energiedienstleistungen - Contracting etwa gilt als öffentlich-private Partnerschaft mit Zukunft.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Vom heutigen Montag bis einschließlich Mittwoch dieser Woche diskutieren auf dem von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) und dem Berliner ImpulsE-Programm veranstalteten "Berliner Energietagen 2004" mehr als 2000 Experten über energiebezogene Strategien und Konzepte. Ein Schwerpunktthema sind dabei die Perspektiven von Energiedienstleistungen.

So stand das Energiemanagement in öffentlichen Einrichtungen im Mittelpunkt der heutigen Eröffnungsveranstaltung. Bund, Länder und Kommunen stehen unter dem Druck, Kosten zu sparen und Beiträge zur CO2-Reduzierung zu leisten. Schließlich verursacht die Energieversorgung in öffentlichen Liegenschaften jedes Jahr Energiekosten in Höhe von circa sechs Milliarden Euro und stellt einen erheblichen Anteil der Ausgaben für die öffentlichen Haushalte dar. Gleichzeitig betragen die energiewirtschaftlichen Einsparpotenziale in öffentlichen Liegenschaften zwischen zehn und 30 Prozent.

In seiner Eröffnungsrede betonte Stephan Kohler, Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) die interessanten Perspektiven von Energiedienstleistungen: "Der deutsche Markt für Energiedienstleistungen hat ein großes Wachstumspotenzial. Denn öffentlich-private Partnerschaften sind ein zukunftsweisender Ansatz für ein effizientes und umweltschonendes Energiemanagement in öffentlichen Liegenschaften".

Contracting als Energiedienstleistung mit Zukunft

Ein Beispiel für eine erfolgreiche öffentlich-private Partnerschaft ist das so genannte Contracting. Dabei handelt es sich um eine vertraglich vereinbarte Dienstleistung zwischen dem Gebäudeeigentümer und einem Energiedienstleister, dem Contractor. Der Contractor plant, finanziert und realisiert die erforderlichen Maßnahmen zur Energieeinsparung bzw. zur Optimierung der Energieversorgung. Darüber hinaus übernimmt der Contractor für mehrere Jahre die Betriebsführung, die Instandhaltung sowie die laufende Optimierung der installierten Anlage. Die Refinanzierung erfolgt schließlich durch eine Beteiligung an den eingesparten Energiekosten oder auch durch ein Entgelt für die gelieferte Energie wie Wärme, Kälte oder Strom.

Für den Gebäudeeigentümer hat das Contracting den Vorteil, dass er sowohl von der Umsetzung der Energiesparmaßnahmen als auch von den Investitionen entlastet wird. Entscheidend dabei ist jedoch, dass die Energiekosten oder ihre Reduzierung für einen längeren Vertragszeitraum garantiert werden und somit das Investitions- und Betriebsrisiko vollständig ausgelagert wird.

Bereits seit 2002 unterstützt und berät die dena Bauverwaltungen des Bundes bei der Auswahl geeigneter Liegenschaften und der Ausschreibung von Energiespar-Contracting-Projekten. Der neue "Leitfaden Energiespar-Contracting in Bundesliegenschaften" ist für interessierte Kommunen und Landkreise eine wertvolle Hilfe bei der Vorbereitung von Contracting-Projekten und kann direkt bei der dena bestellt werden.

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