Zentrale Rolle

Berlin will Umwelt- und Energietechnik stärker fördern

Die rot-rote Koalition in Berlin will im nächsten Jahr die Umwelt- und Energietechnik als besonders förderungswürdiges Wirtschaftsfeld ausweisen. Berlin sollte künftig in der weltweiten Diskussion um diese beiden Bereiche eine zentrale Rolle spielen, sagte SPD-Landeschef Michael Müller.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (ddp-bln/sm) - Müller schlug vor, dass die Areale der Flughäfen Tempelhof und Tegel zu Referenzstandorten für Umwelt- und Energietechnik entwickelt werden könnten. Der Airport Tempelhof wurde bereits Ende Oktober geschlossen, Tegel soll spätestens sechs Monate nach der für November 2011 geplanten Eröffnung des Hauptstadtflughafens BBI in Schönefeld aufgegeben werden.

Grüne: Potenziale nicht ausgeschöpft

Grünen-Fraktionschefin Franziska Eichstädt-Bohlig kritisierte den Senat. Rot-Rot habe in den vergangenen sieben Jahren die Potenziale Berlins nicht ausgeschöpft. "Die Potenziale sind da, es wird viel zu wenig getan", sagte die Grünen-Politikerin. So könnte sich Berlin einen Ruf als aktive Klimaschutzstadt erarbeiten.

In diesem Zusammenhang kritisierte die Grünen-Fraktionschefin, dass jährlich 80 bis 100 Millionen Euro an Investitionsmitteln ungenutzt in den Landeshaushalt zurückflössen. "Das ist ein Armutszeugnis für den Senat", sagte Eichstädt-Bohlig. Das Geld könnte für Klimaschutzinvestitionen wie die energetische Gebäudesanierung verwendet werden.

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