Beitrag zum Klimaschutz

Berlin will mehr Solaranlagen auf öffentlichen Dächern

Der Berliner Senat möchte die Anzahl der Solaranlagen auf öffentlichen Dächern erhöhen. Dies teilte Umweltsenatorin Katrin Lompscher (Linke) mit. "Der Ausbau der Photovoltaik ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz", begründete die Senatorin das Vorhaben.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp-bln/sm) - Der Senat intensiviere deshalb seine Zusammenarbeit mit der Solardachbörse und der Berliner Immobilien Management GmbH (BIM).

Die BIM untersucht laut Senatsverwaltung derzeit, welche der von ihr verwalteten knapp 1000 Gebäude für Solaranlagen genutzt werden können. Geeignete Dächer werden Investoren dann über das Internet angeboten. Von den Erfahrungen der BIM und der Solardachbörse sollen neben den Bezirksämtern auch andere öffentliche Dienststellen, Firmen und Wohnungsbaugesellschaften profitieren.

Grüne fordern mietfreie Dächer für Solar-Investoren

Nach Ansicht der Grünen solle der Senat öffentliche Dächer mitfrei zr Verfügung stellen, nur so lasse sich die Zahl der Dächer mit Photovoltaik erhöhen, sagte der Energieexperte der Grünen im Abgeordnetenhaus, Michael Schäfer.

Schäfer wies darauf hin, dass bisher nur wenige Investoren Interesse an geeigneten Dächern hätten. "Die Solardachbörse funktioniert nicht, solange die Dächer nicht mietfrei angeboten werden." Sonst werde die Nachfrage so schwach wie bisher bleiben.

Umweltsenatorin, Katrin Lompscher (Linke), habe selbst in einer Mitteilung an das Abgeordnetenhaus auf die schwache Nachfrage hingewiesen. Die Regelung der Mietkosten wollte sie allerdings den Vermietern überlassen. Zugleich hätte sie damals eingeräumt, dass die BIM auf Mieteinnahmen wohl aus Gründen effektiver Bewirtschaftung nicht verzichten würde. "Das Problem der mangelnden Nachfrage ist mit dieser Haltung nicht gelöst", kritisierte Schäfer.

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