Kyoto-Protokoll

Bericht über die Berechnung des Treibhausgas-Ausstoßes vorgelegt

Der NIR ist wichtiger Bestandteil der internationalen Berichterstattung über den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase. Die darin enthaltenen Informationen werden nach der Veröffentlichung durch internationale Experten - eingesetzt durch das Sekretariat der Klimarahmenkonvention - auf Anforderungskonformität und Nachvollziehbarkeit überprüft.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Als Unterzeichnerstaat der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UN FCCC) und des Kyoto-Protokolls ist Deutschland verpflichtet, über seinen Ausstoß an Treibhausgasen zu berichten. Diese so genannten Emissionsinventare sind jährlich zu erstellen, zu veröffentlichen und fortzuschreiben. Mit dem Nationalen Inventarbericht (National Inventory Report, NIR) 2003 werden nun erstmalig die Methoden und Annahmen, die der Erstellung der Emissionsinventare zugrunde liegen, beschrieben und erklärt. Der Bericht bezieht sich auf die Emissionsinventare für die Jahre von 1990 bis 2001.

Der NIR ist wichtiger Bestandteil der internationalen Berichterstattung über den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase. Die darin enthaltenen Informationen werden nach der Veröffentlichung durch internationale Experten - eingesetzt durch das Sekretariat der Klimarahmenkonvention - auf Anforderungskonformität und Nachvollziehbarkeit überprüft. Eine von diesen Fachleuten akzeptierte Berichterstattung ist wesentliche Voraussetzung um die laut Kyoto-Protokoll ermöglichten flexiblen ökonomischen Instrumente (wie zum Beispiel Emissionshandel) zur Minderung der Treibhausgasemissionen anzuwenden.

Mit dem Kyoto-Protokoll haben sich die unterzeichnenden Industrieländer verpflichtet, den Ausstoß der klimaschädlichen Treibhausgase bis zum Zeitraum 2008 bis 2012 um durchschnittlich 5,2 Prozent gegenüber dem Basisjahr 1990 zu reduzieren. Die Bundesregierung hat sich darüber hinaus innerhalb der EU-Lastenverteilung verpflichtet, den Ausstoß der Treibhausgase bis zu diesem Zeitpunkt um 21 Prozent zu verringern. Deutschland hat laut Umweltbundesamt mit einer Reduktion des relevanten Treibhausgas-Ausstoßes von über 18 Prozent bis zum Jahr 2001 eine gute Grundlage geschaffen, die oben genannte Verpflichtung einzuhalten.

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