Vertrag

Bericht: EU will längere Laufzeiten bei Internettarifen erlauben

Die Vertragslaufzeiten bei DSL- oder Kabelinternetanschlüssen liegen maximal bei zwei Jahren. Mehr ist per Gesetz auch nicht erlaubt. Dem "Handelsblatt" zufolge könnte sich das durch eine EU-Richtlinie bald ändern.

Europa-Flagge© mik ivan / Fotolia.com

Brüssel/Düsseldorf - Die EU-Kommission will laut einem Pressebericht in ihren neuen Regeln für den Telekommunikationsmarkt den Verbraucher stärker belasten. So sollen Kunden unter anderem über längere Vertragslaufzeiten an einen Anbieter gebunden werden können, berichtet das "Handelsblatt" ("HB"/Montagausgabe) unter Berufung auf einen Entwurf für eine neue EU-Richtlinie.

Laufzeiten von mehr als 24 Monaten?

Laufzeiten von mehr als den bisher erlaubten zwei Jahren würden damit möglich, betroffen wären im Zweifel alle Kunden, die neue Breitbandanschlüsse bestellten, hieß es weiter. Denn längere Laufzeiten sollten laut den Vorstellungen der EU nicht nur für Kunden in ländlichen Regionen möglich sein. So sollen Anbieter besser kalkulieren können, wie und ob sie das Geld für den Netzausbau wieder einspielen können.

Aus Kommissionskreisen erfuhr das Blatt, die Pläne für längere Vertragslaufzeiten zielten jedoch nur auf Kunden ab, die sich ohnehin etwa über Sammelaufträge an den Ausbaukosten eines lokalen Anbieters beteiligten. Das schaffe mehr Planungssicherheit. Nach Angaben aus EU-Kreisen soll mit neuen Regeln unter anderem klargestellt werden, dass Zahlungen zum Netzausbau über mehr als zwei Jahre gestreckt werden können, um sie für die Kunden leichter finanzierbar zu machen. Einen solchen Beitrag zum Netzausbau gibt es in einigen Ländern wie Schweden. Die Laufzeitbegrenzung von zwei Jahren für Telekommunikationsverträge in der EU soll davon jedoch unberührt bleiben. Kunden würden damit auch künftig nach einer Frist von maximal zwei Jahren ihren Internetanbieter wechseln können.

Quelle: DPA

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