Ausstellung

Bergbaumuseum schaut in die Lohntüte

Bis 30. September findet im Lausitzer Bergbaumuseum in der ehemaligen Brikettfabrik in Knappenrode bei Hoyerswerda die Ausstellung "Kohle, Lohn & Kumpeltod" statt. Sie ist mosaiksteinartig aufgebaut und soll veranschaulichen, welche Bezahlung und finanziellen Anreize Bergleute für ihre schwere Arbeit erhielten.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Hoyerswerda (ddp-lsc/sm) - Einen Exkurs in die Lohngeschichte des Bergbaus erleben ab Donnerstag Besucher der ehemaligen Brikettfabrik in Knappenrode bei Hoyerswerda. Die Ausstellung "Kohle, Lohn & Kumpeltod" im Lausitzer Bergbaumuseum soll bis 30. September veranschaulichen, welche Bezahlung und finanziellen Anreize Bergleute für ihre schwere Arbeit erhielten.

Wie Museumsleiterin Ute Baumgarten am Mittwoch sagte, ist die Schau mosaiksteinartig aufgebaut, um Einblick in verschiedene Zeiten vom antiken Griechenland über das Mittelalter bis in die 1990er Jahre zu geben. Die Besucher dürfen dabei in verschiedene Lohntüten schauen, die entweder mit Bargeld oder mit zusätzlichen Vergütungen gefüllt waren, darunter Kohledeputat, Genussscheine oder den als "Kumpeltod" bekannt gewordenen Trinkbranntwein.

Zu DDR-Zeiten seien Bergleuten auch Sonderzuteilungen für Mopeds und Fernseher gewährt worden, berichtete Baumgarten. Die Zeugnisse aus der Lohngeschichte sind in der alten Waschkaue der früheren Brikettfabrik ausgestellt, die 1993 stillgelegt wurde. Ein Jahr später öffnete auf dem Gelände das Lausitzer Bergbaumuseum. Es gehört zum Verbund der Sächsischen Industriemuseen.

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