Preissteigerungen

Beitrag zu Pflegeversicherung steigt leicht

Die Beiträge zur Pflegeversicherung steigen im neuen Jahr 2013 um 0,1 Prozent an.

Krankenversicherung© Barbara Kraske / Fotolia.com

Die Beiträge zur Pflegeversicherung steigen im neuen Jahr 2013 um 0,1 Prozent an. Damit zahlen Kinderlose jetzt 2,3 Prozent, die übrigen Versicherten 2,05 Prozent. Mit den Mehreinnahmen soll ein ganzes Paket an Neuerungen finanziert werden.

Was sich in der Pflegeversicherung ändert

Die Verbraucherzentrale NRW gibt einen Überblick über die wichtigsten Änderungen:

  • Demenzkranke haben Anspruch auf 120 Euro Pflegegeld oder 225 Euro Pflegesachleistungen. 1.550 Euro pro Jahr können gezahlt werden, wenn die Pflegeperson ausfällt. Für die Wohnungsanpassung gibt es einen Zuschuss von 2.557 Euro.
  • Pflegedienste können jetzt auch "Aufwendungen für häusliche Betreuung" gelten machen, also beispielsweise Spaziergänge. Außerdem muss angeboten werden, nach Stunden abzurechnen.
  • Die Mindestpflegezeit von 14 Stunden, die nötig sind, damit die Pflegekasse in die Rentenversicherung einzahlt, können jetzt auch zusammenkommen, indem die Zeiten für mehrere Pflegebedürftige zusammengezählt werden.
  • Wer freiwillig eine Pflege-Tagegeldversicherung ("Pflege-Bahr") abschließt, bekommt einen Zuschuss vom Staat. Der Versicherte zahlt mindestens 120 Euro jährlich und bekommt 60 Euro Zuschuss.

Gefördert werden sollen zudem Pflege-Wohngemeinschaften. Die Einstufung der Pflegestufen soll zudem reibungsloser ablaufen als bisher.
Wichtig ist noch, zu wissen, dass man nicht automatisch von den Verbesserungen profitiert. Hierzu muss man sich an seine Pflegekasse wenden. Weitere Informationen bekommt man von den örtlichen Pflegeberatungsstellen oder Pflegestützpunkten sowie beim Verbrauchertelefon NRW.

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